Neuigkeiten

 

8. Juni 2017

Der Kindergarten Wirbelwind mit Liliane Tenhaef war bei uns im Wald zu Gast

Nach einer kleinen Anreise mit Busfahrt und Wanderung durch den Wald, sind sie bei der Holzernte-Maschine von Michael Schmitz angekommen. Sie konnten dem Harvester bei der Arbeit zusehen und lernten seine einzelnen Funktionen hautnah kennen. Das absolute Highlight war das selbstständige Besteigen der Maschine mit eigenem Foto für jedes Kind. Es war ein besonderes Erlebnis für alle! Anschließend gab es noch ein leckeres Picknick für die Kleinen.



29. März 2017

Biehlstein-Wiehl

Im gut besuchten Saal des Oberbantenberger Hofes in Wiehl fand am 29.03.17 die diesjährige Jahreshauptversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Bielstein-Wiehl statt. Diese Forstbetriebsgemeinschaft wird seit Januar 2016 von der Fa. Schmitz-Waldwirtschaft in Ormont betreut. Der für die FBG verantwortliche Förster ist Herr Max Lingslebe. Er stellte in seiner Präsentation die Ergebnisse des ersten Jahres in der Bewirtschaftung vor. Die Schwierigkeit in der Waldpflege liegt in der hohen Anzahl der Waldbesitzer mit einer Vielzahl kleiner Parzellen, die zudem noch schwer zugänglich sind.

Mit tatkräftiger Unterstützung des Vorstandes konnten so von Januar 2016 bis März 2017 insgesamt etwas mehr als 5.000 fm Holz im Rahmen zweier Waldentwicklungsmaßnahmen genutzt werden. Das ist ein hervorragendes Ergebnis in diesen schwierigen Verhältnissen. Freundlicherweise erklärte sich die ortsansässige Fa. Baldus mit der Befahrung ihres firmeneigenen Waldweges einverstanden. Nur dadurch wurde eine Waldpflegemaßnahme überhaupt möglich. Der Fa. sei an dieser Stelle nochmals gesondert gedankt. Viele Waldbesitzer können sich glücklich schätzen, denn nur dadurch hatten sie überhaupt die Möglichkeit der Nutzung des eigenen Holzes.

Im Anschluss an den Vortrag von Herrn Lingslebe präsentierte Forstassessorin Frau Marion Jacoby die Ergebnisse ihrer Einschätzung. Sie führt das Monitoring der Maßnahmen der Fa. Schmitz im Auftrag der FBG Bielstein-Wiehl durch. Die Schäden durch die maschinelle Holzernte schätzt sie als gering ein. Ganz zu vermeiden sind sie nicht, denn wo gehobelt wird, da fallen auch Späne. Die verhältnismäßig hohe Nutzung im Vergleich zu den Ansätzen der gültigen Forsteinrichtung erklärte sie durch die sehr geringe Nutzung in der Vergangenheit und durch die aktuelle Neuanlage der Erschließung. Sie hätte sich eine noch vorsichtigere Nutzung gewünscht. Der Bestockungsgrad liegt nach den Waldentwicklungsmaßnahamen im Schnitt dennoch bei etwa 1,0, was dem Optimum entspricht. Durchforstet wurde vom schlechten Ende, so wie im Waldbaukonzept der Fa. Schmitz-Waldwirtschaft vorgesehen.

Nach den beiden Vorträgen wurde Fa. Schmitz und Frau Jacoby verabschiedet. Herr Willmeroth vom Vorstand der FBG dankte für die sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Herr Udo Schmitz dankte abschließend den Waldbesitzern für die entgegenkommende Bereitschaft zur Zusammenarbeit, dem Vorstand und Herrn Lingslebe für das hohe Engagement und  Frau Jacoby für ein Monitoring mit Feingefühl und Augenmaß.

 

25. März 2017

Zeitungsbericht Rhein-Zeitung

 

14. Februar 2017

Brennholzbestellungen Online

Unsere aktuellen Brennholzanzeigen sind online. Brennholz, Stammholz und Rundholz geliefert, "frei Weg" oder auf dem Stock. Hier sind die Links:

Bestellung 5rm Brennholz Buche in Selbstwerbung in 54611 Hallschlag

Bestelung 15rm Brennholz Stammholz Rundholz Buche "frei Weg" 54611 Hallschlag

Bestellung 5rm Brennholz Eiche in Selbswerbung in 67744 Schweinschied

Bestellung 15rm Brennholz Stammholz Eiche "frei Weg" Schweinschied

Bestellung 15rm Brennholz Stammholz Rundholz "frei Weg" in 66629 Freisen

Bestellung Stammholz Rundholz Roteiche Ø 10-25 cm incl. Lieferung

Bestellung Brennholz Stammholz Rundholz Esskastanie mittel incl. Lieferung

Bestellung Brennholz Stammholz Rundholz Eiche mittelstark incl. Lieferung

Bestellung Brennholz Stammholz Rundholz Birke mittelstark incl. Lieferung

Bestellung Brennholz Stammholz Rundholz Hartlaub Mix mittelstark incl. Lieferung

Bestellung Brennholz Stammholz Rundholz Buche mittelstark incl. Lieferung

2. Februar 2017

Gemeinde Hallschlag kündigt Vertrag mit Landesforsten auf

Die Gemeinde Hallschlag in der Eifel hat den Geschäftsbesorgungsvertrag, der das Land Rheinland-Pfalz zum Holzverkauf ermächtigt, zum 30.09.2016 gekündigt. Das Holz aus der etwa 306 ha großen forstlichen Betriebsfläche darf das Forstamt somit nicht mehr vermarkten. Zum 01.01.2017 hat die Gde. den Forstbetrieb an die Fa. Schmitz-Waldwirtschaft aus dem Nachbarort Ormont verpachtet. Die Entscheidung dazu fiel im Gemeinderat einstimmig. Die Gde. ist sicher, mit dieser Lösung eine dauerhaft ertragreiche und gleichzeitig nachhaltigere Bewirtschaftung sicherstellen zu können. Ausschlaggebender Punkt war auch die Rechtssicherheit, die ein solcher Pachtvertrag bietet. Er ist im BGB hinreichend geregelt. Der Pächter darf die Pachtsache nicht verschlechtern, andernfalls ist er schadensersatzpflichtig.


Langfristig erhofft sich die Gde. eine Lösung der Wildproblematik. Der hohe Bestand an Rotwild und Rehwild im Jagdrevier führt zu ständig hohen Verbiss- und Schälschäden. Dadurch ist aktuell eine natürliche Verjüngung der am Standort vorhandenen Baumarten nicht möglich. Der Wald soll aber aus eigener Kraft auch für die nächsten Generation noch Erträge generieren und seiner anderen vielfältigen Funktionen für die Bevölkerung gerecht werden.  

Bild: Tim Bützer, Hallschlag

1. Februar 2017

Gemeinde- und Städtebund (GStB) warnt ausdrücklich vor Waldverpachtung

Die Fa. Schmitz-Waldwirtschaft steht aktuell mit mehreren Gemeinden in Rheinland-Pfalz bezüglich der Verpachtung des Gde.-Waldes in Verhandlungen. Der Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz (GStB) hat am 05.12.2016 ein Schreiben zur "Verpachtung von Gemeindewald an Forstdienstleistungsunternehmen" veröffentlicht und warnt ausdrücklich vor einer Verpachtung des Gemeindewaldes (siehe PDF » Verpachtung von Gemeindewald).

Nahezu gleichzeitig hat das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten (MUEFF) eine Schreiben zur gleichen Thematik lanciert (siehe PDF » MUEFF – Waldverpachtung durch Kommunen) und geht in der Anlage zu diesem Schreiben auf vergaberechtliche Risiken ein (siehe PDF » MUEFF – Vergaberechtliche Einschätzung). Ministerium und GStB haben die Schreiben laut eigener Aussage miteinander abgestimmt. 

Zusammenfassend vorab: Die Schreiben ändern nichts und bringen auch nichts Neues. Eine Gde. darf Ihren Wald verpachten. Die geringen Risiken bezüglich der Betriebskosten übernimmt Fa. Schmitz-Waldwirtschaft für die verpachtende Gde.. Vergaberechtlich ist eine Verpachtung vollkommen unproblematisch.

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30. Januar 2017

Völlig blau in den Hang

Die Zeitschrift Forstmaschinenprofi berichtet in der Januarausgabe 2017 exklusiv über das von Schmitz-Waldwirtschaft engesetzte Holzerntesystem für den Steilhang.

„Schmitz Waldwirtschaft setzt Rottne-Maschinen mit Traktionswinden von Herzog ein Bevor irgendwelche Gerüchte aufkommen: Natürlich ist Michael Schmitz stocknüchtern, als er seine Arbeit nahe der Ortschaft Niersbach in der Osteifel aufnimmt. „Völlig blau“ zeigt sich nur die Technik: Der Forstunternehmer erntet mit einem Rottne H11C, sein Angestellter Jefto Trninic rückt mit einem nagelneuen Rottne F15D. Beide Maschinen wurden per Traktionswinde fit für den Hangeinsatz gemacht." …

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23. Januar 2017

Schweinschied verpachtet Wald nun privat

Gemeinde Vertrag mit Forstamt Bad Sobernheim ist aus finanziellen Gründen aufgekündigt worden

 

Schweinschied. Paukenschlag in der waldreichsten Gemeinde der VG Meisenheim: Schweinschied kündigt den Vertrag mit dem Forstamt Bad Sobernheim. Zuvor hatte der Gemeinderat den vorliegenden Forstwirtschaftsplan, der für dieses Jahr ein Defizit von mehr als 16 000 Euro vorsieht, einstimmig abgelehnt. Ortsbürgermeister Gerhard Fritz unterzeichnete in der Gemeinderatssitzung nach einstimmigem Votum des Gremiums einen Pachtvertrag, der eine Bewirtschaftung des Gemeindewaldes durch ein privates Unternehmen aus der Eifel nach sich zieht.  Ausgaben sind zu hoch

Der Forsthaushalt 2016 schloss zwar mit einem kleinen Plus von 192 Euro, doch der seit November vorliegende Forstwirtschaftsplan 2017 weist ein Defizit von 13 205 Euro aus. Hinzu kommen laut Revierförster Stefan Gesse weitere 3000 Euro für die Instandsetzung der beschädigten Wege zu den festgelegten Rettungspunkten. Den dicksten Brocken – rund 10 800 Euro – stellen Fixkosten wie der Betriebskostenbeitrag für Landesforsten und der Beitrag für die Berufsgenossenschaft dar. Für Verkehrssicherungsmaßnahmen – im Wesentlichen im Bereich der Kreisstraße 67 in Richtung Hundsbach – sind rund 7000 Euro eingeplant. Da die Vermarktung des eingeschlagenen Holzes (305 Festmeter in der Planung) nicht den erhofften Ertrag bringt, verbleiben lediglich 30 Prozent der Einnahmen in der Gemeinde. 70 Prozent sind für Lohnbeziehungsweise Maschinenkosten zu zahlen. Rechnet man die Fixkosten hinzu, steht ein dickes Minus im Raum. „Aufgrund der finanziellen Situation der Ortsgemeinde kann einem Haushaltsabschlussmit einem Defizit in dieser Höhe auf keinen Fall zugestimmt werden“, unterstrich  Ortsbürgermeister Gerhard Fritz. Er rechnete vor, dass der Gemeinde von rund 180 000 Euro Steuereinnahmen nach Abzug der Umlagen für Kreis, VG und Kita gerade einmal 10 Prozent bleiben – etwa 18 000 Euro. Davon 16 205 Euro für den Forst aufzubringen, sprenge den finanziellen Rahmen. Er kam zu dem Schluss: „Eine Reduzierung des Defizits im Forsthaushalt der Ortsgemeinde, geschweige denn eine Gewinnerzielung, kann aus Sicht und Bewertung der Ortsgemeinde sowie nach vorliegenden Aussagen des Forstamtes bei weiterer Zusammenarbeit mit dem Forstamt Bad Sobernheim als Verwertungs- und Vermarktungsstellen und im Hinblick auf den hohen Betriebskostenanteil von knapp 9000 Euro nicht erreicht werden.“ Das Defizit werde in den nächsten Jahren vermutlich noch steigen, da das Forstamt nach eigener Aussage nicht in der Lage sei, das Brennholz entsprechend zu vermarkten. „Aus den genannten Gründen, insbesondere den finanziellen, muss die Ortsgemeinde Schweinschied den Vertrag über die Übertragung der Verwertung der Walderzeugnisse nach Paragraf 27 Absatz 3 Landeswaldgesetz mit dem Forstamt Bad Sobernheim kündigen“, sagte Fritz. Auch bemängelte er im Einvernehmen mit dem Rat, dass laut Forstwirtschaftsplan bei den Verkehrssicherungsmaßnahmen an der K 67, vom Ruppertsweg bis zur Hundsbacher Grenze, ein Kahlschlag durchgeführt werden soll, obwohl keine akute Gefahr für Leib und Leben bestehe. Ein eigens von der Ortsgemeinde Schweinschied beauftragter Gutachter empfehle lediglich die Entnahme einzelner Bäume in dem betreffenden Streckenabschnitt. Bereits seit dem Vorliegen des Forstwirtschaftsplanes im November hatte sich der Gemeinderat unter dem Vorsitz von Ortsbürgermeister Fritz um Alternativen der Holzvermarktung bemüht und ist dabei ebenso wie andere Gemeinden – beispielsweise Großsteinhausen bei Zweibrücken, Nohfelden und Freisen im Saarland – auf das Unternehmen Udo und Michael Schmitz Waldwirtschaft aus Ormont gestoßen. Nach mehreren Gesprächen und einer Waldbegehung legte diese Firma einen Pachtvertrag vor, welcher der Gemeinde Schweinschied eine jährliche Pacht von 7500 Euro zusichert und somit Einnahmen statt Ausgaben bei der Bewirtschaftung der rund 220 Hektar großen kommunalen Waldfläche verspricht. Dem Pachtvertrag, der ab 1. Februar gelten soll, stimmte der Gemeinderat einmütig zu. Der Vertrag mit dem Forstamt Bad Sobernheim wird zum 30. September gekündigt.

Quelle: Rheinfpalz Koblenz Reporterin: Roswitha Kexel

 

10. Januar 2017

Zeitungsbericht aus der Rheinpfalz

Quelle: Rheinpfalz, 10.01.2017

 

9. Januar 2017

Neuer Weg in der forstlichen Bewirtschaftung des Gemeindewaldes Freisen

Mitte November war die Geschäftsführung der Firma Schmitz aus Ormont in der Eifel zu Gast im Rathaus in Freisen. Anlass war die Unterzeichnung des Waldbewirtschaftungsvertrages zwischen der Gemeinde Freisen und dem Forstunternehmen Schmitz.
Mit Abschluss dieses Vertrages übernimmt die Firma Schmitz ab 1. Jan. 2017 die Bewirtschaftung der forstlichen Betriebsflächen der Gemeinde, die bisher im Dienstleistungsvertrag zwischen der Gemeinde Freisen, dem Forstbetriebsverband Oberthal-Namborn und dem SaarForst Landesbetrieb geregelt war. 
Die Firma Schmitz hat in einer Sondersitzung am 29. Sept. 2016 den Ratsmitgliedern ihr Konzept der Waldbewirtschaftung vorgestellt. In der Sitzung des Gemeinderates am 3. Nov. 2016 wurde dann einstimmig die künftige Bewirtschaftung der im Eigentum der Gemeinde befindlichen Waldflächen an diese Firma beschlossen. Laut Vertrag übernimmt die Firma für die Gemeinde den kompletten Betriebsvollzugsowie die Durchführung sämtlicher Forstbetriebsarbeiten selbständig und auf eigene Verantwortung. Gebrauch, Nutzung, Fruchtziehung und Ertragsverwertung stehen dabei der Firma zu. Im Gegenzug erhält die Gemeinde hierfür eine feste monatliche Pauschale für die Bereitstellung der Flächen. Insgesamt ist durch den Abschluss dieses Vertrages eine Entlastung des defizitären Gemeindehaushaltes von ca. 30.000 € jährlich zu erwarten. Grundlage für die Bewirtschaftung des Gemeindewaldes ist das ebenfalls am 3. Nov. 2016 vom Gemeinderat beschlossene Forsteinrichtungswerk. Durch diese Betriebsplanung ist die Nachhaltigkeit sicherzustellen und darüber hinaus ein den wirtschaftlichen Verhältnissen des Waldeigentümers Rechnung tragender Holzvorrat mit bester Leistungsfähigkeit anzustreben. Die Betriebsplanung für die kommenden 10 Jahre sieht einen jährlichen Holzeinschlag im Gemeindewald in Höhe von fast 1.900 Festmeter vor. Das Forsteinrichtungswerk liegt inzwischen der Forstbehörde beim Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz zur Genehmigung vor.
Herr Linnebach als zuständiger Förster wird monatlich eine Sprechstunde im Rathaus Freisen abhalten und wird überdies für Brennholzbedarf o. a.Anliegen telefonisch zur Verfügung stehen. Quelle: Gde. Freisen

 

 

 

13. September 2016

Biodiversität und Schalenwildmanagement in Wirtschaftswäldern

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21. Juni 2016

Erster Rottne H11 mit Traktionswinde in Deutschland an Fa. Schmitz Waldwirtschaft ausgeliefert

Im Mai wurde der erste Rottne H11 mit Traktionswinde in Deutschland ausgeliefert. Der Rottne H11c ist ein leichter, zuverlässiger und dennoch sehr leistungsstarker Harvester für Durchforstungen in leichtem bis mittelstarkem Holz. Wir haben uns für diese kleine Maschine entschieden, da die Bodenverdichtung und damit die Schäden im Boden deutlich weniger ausgeprägt sind als mit einer schweren. Das wird unterstützt durch die 8-Rad-Ausführung bzw. die vier Achsen, die das Gewicht gleichmäßig und bodenschonend verteilen.
Die Herzog-Traktionswinde ermöglicht es dem Harvester in Hanglagen ebenso bodenschonend zu arbeiten. Die Winde unterstützt die Maschine, indem sich der Seileinzug an die Fahrgeschwindigkeit anpasst. Dadurch werden Boden- und Wurzelschäden im Hang vermieden bzw. deutlich reduziert. Ausserdem kann die Maschine dadurch sicher in steilen Hanglagen arbeiten.


Das Harvesteraggregat SP 561 LF der Fa. SP Maskiner AB arbeitet sehr schnell und zuverlässig. Es ist ein Hochleistungs-Allroundaggregat und konstruiert für variierende Arbeitsaufgaben. Es bietet ausgezeichnete Eigenschaften für die Durchforstung von Schwachholzbeständen. Die äußerst kompakten Abmessungen in Kombination mit einer perfekten Entastung bis herunter auf 30 mm bewirken, dass die Durchforstungen schnell, effektiv und mit höchster Qualität und Quantität erledigt werden können. 
Der Rottne H11c ist neben dem bei uns bereits eingesetzten Rottne H20 (ebenfalls mit Herzog Traktionswinde) das zweite System, welches für die Arbeiten in steilen Hanglagen geeignet ist.  


Das Bild unten rechts zeigt den Geschäftsführer Michael Schmitz, der die Maschine bedienen wird, den Maschinenspezialisten der Fa. Rottne "Rolle" Rolf Nilsson und den Mitarbeiter Marco Kosack vom deutschen Rottne- Importeur bei der Schulung der neuen Harvester-Software.

 

Rottne H11 mit Traktionswinde

 

8. Juni 2016

Uli Osterheld - Leiter der Waldbewirtschaftung bei der Udo & Michael Schmitz Waldwirtschaft GmbH & Co.KG

„Für die Waldbesitzer von heute eine nachhaltige Dienstleistung in der Waldbewirtschaftung für morgen aufbauen“, so erläutert Dipl. Forstingenieur Uli Osterheld seine Aufgabe als Leiter der Waldbewirtschaftung der Udo & Michael Schmitz Waldwirtschaft GmbH & Co.KG, einem privaten Unternehmen, welches privaten und kommunalen Waldbesitzern eigens beim Unternehmen angestellte Förster zur Erfüllung ihrer Aufgaben zur Seite stellt.

Der Betrieb, welcher Inhaber eines PEFC-Produktkettenzertifikates ist, ...
Weiter geht es hier:

https://pefc.de/uber-pefc/geschichten/uli-osterheld-leiter-der-waldbewirtschaftung-bei-der-udo-michael-schmitz-waldwirtschaft-gmbh-cokg

21. April 2016

Universitätsklinik Homburg wird nun durch Schmitz-Waldwirtschaft betreut

Das Universitätsklinikum des Saarlandes in Homburg hat die Fa. Schmitz-Waldwirtschaft zum 01.04.2016 mit der Durchführung des forstlichen Betriebsdienstes betraut. Hierzu gehören die Überwachung der Verkehrssicherung, die Umsetzung der Verkehrssicherungsmaßnahmen und die Bewirtschaftung des klinikeigenen Waldes. Die Verkehrssicherung spielt in dem natürlichen und mit zahlreichen Bäumen bepflanzten Klinikgelände eine besondere Rolle.
Durch die enge Zusammenarbeit kann das Klinikum die Verkehrssicherungskosten deutlich senken. Der Wald wird durch die regelmäßige Pflege für die nachfolgenden Generationen erhalten. Die Universitätsklinik wird umfassend beraten und kann sich in allen forstlichen Belangen durch uns vertreten lassen.

 

16. März 2016

FBG Bielstein entscheidet sich für unternehmerische Beförsterung

Die Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft Bielstein (NRW) haben sich auf der gestrigen Jahreshauptversammlung dazu entschieden, künftig von der Fa. Schmitz-Waldwirtschaft betreut zu werden. Ab sofort sind wir für alle Waldbesitzer in der FBG Bielstein die Ansprechpartner in allen Fragen rund um ihren Wald. Die Beförsterung umfasst die Betriebsleitung, die Betriebsausführung, die Planung und das Berichtswesen. Ferner sind wir zuständig für die Vorbereitung und die Durchführung sämtlicher Pflegemaßnahmen im Wald, wozu insbesondere Ertrag bringende Durchforstungen zählen. Das Holz wird über unsere bestehenden Verträge mit den holzverarbeitenden Betrieben vermarktet.

Der Wald soll soweit wie möglich naturnah bewirtschaftet werden. Waldbauliche Grundlage dieser Bewirtschaftung ist unser Konzept der Ökologischen Waldwirtschaft, welches betriebswirtschaftliche Grundsätze mit denen des naturnahen Waldbaus vereint.

Die FBG Bielstein verfügt über eine forstliche Betriebsfläche von etwa 530 Hektar bei ca. 300 Mitgliedern. Unser Förster Max Lingslebe ist der zuständige Ansprechpartner vor Ort. Wir freuen uns auf diese Aufgabe und darauf, unser waldbauliches Können erneut unter Beweis zu stellen.  

27. Januar 2016

Erste Gde. im Saarland in Befürsterung durch Schmitz-Waldwirtschaft

Als erste Gde. im Saarland hat sich Nohfelden für eine Betreuung der Forstflächen durch die Fa. Schmitz Waldwirtschaft entschieden. Ab dem 01.01.2016 befinden sich 264,6 ha Holzbodenfläche in Betreuung. 78,9 ha sind ARB-Flächen, also Außer Regelmäßigem Betrieb. Bewirtschaftet werden demnach 185,7 ha Wald. Gleichzeitig ist eine Verwertung der Walderzeugnisse durch uns gewollt. Dafür erhält die Gde. Nohfelden jährlich eine feste Vergütung.

Die Flächen werden entsprechend unserer Waldbaukonzeption, der Ökologischen Waldwirtschaft, bearbeitet. Sie verbindet naturnahen Waldbau mit betriebswirtschaftlichen Denkweisen. Langfristiges Ziel ist ein artenreicher und altersstrukturierter Dauerwald, der bei minimalem Betriebsrisiko dauerhaft den höchsten Ertrag erzielt.

Der Wald der Gde. Nohfelden ist zu etwa 2/3 mit Laubholz und zu etwa 1/3 mit Nadelholz bestockt. Die Baumbestände sind überwiegend mittelalt und liegen hauptsächlich in einer Höhe zwischen 400 und 500 m ü.NN.
 

26. Januar 2016

Rechtsgutachten zum LWaldG RLP - Staatl. Kommunalwaldbewirtschaftung in derzeitiger Gestaltung rechtswidrig!

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26. Januar 2016

Presserklärung zum Rechtsgutachten

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21. September 2015

Kesseltreiben auf Bürgermeister, Jagdgenossen und Jagdpächter


Wie fast alle Gemeinden braucht Großsteinhausen jeden Cent. Die Verantwortlichen beschließen, ihr Vermögen „Gemeindewald" besser zu nutzen. Eine gute Sache. Das finden alle - bis auf die alteingesessenen länger vor Ort. Die folgen, angeführt vom Kreisjagdmeister, einer ganz eigenen Agenda: Sie torpedieren massiv den Waldumbau im gemeinschaftlichen Jagdbezirk Großsteinhausen (460 ha, davon 120 ha Wald).
Die ÖKOJAGD sprach mit Volker Schmitt, dem Bürgermeister von Großsteinhausen
Wie fing die ganze Sache denn an?
Ortsbürgermeister Schmitt: Durch einen Zufall bin ich im Jahr 2013 auf die Fa. Schmilz und Herrn Osterheld aufmerksam geworden. Der Bürgermeisterkollege aus dem Nachbarort Boltenbach hat mir die Adresse gegeben und so kamen Herr Lauer, unser Beigeordneter, und ich mit Herrn Osterheld zu einem ersten Treffen in Großsteinhausen im Juli 2013 zusammen. Nach einem einstündigen Gespräch haben wir uns dann noch zusammen den Wald angeschaut und uns zu einem weiteren Termin verabredet. In mehreren Sitzungen des Gemeinderates wurde das Thema Waldverpachtung besprochen und sehr intensiv beraten. Letztlich waren wir uns im Gemeinderat sicher, den Wald zu verpachten, was unserer Gemeinde unter dem Strich zwischen 2.000 € und 5.000 € jährliche Mehreinnahmen bescheren würde. Der Landesforst hat nach wie vor die hoheitlichen Aufgaben zu machen, das heißt, den jährlichen Einschlag zu genehmigen und zu überwachen, so dass die Gemeinde von staatlicher Seite her schon eine Sicherheit hat. Darüber hinaus wird ein jährliches Forstgutachten zeigen, wie die Entwicklung in unserem Wald sein wird, das ist dann unsere zweite Sicherheit. Laut Pachtvertrag wird unser Wald in 10 Jahren einen Wertzuwachs erfahren.
Wie kam es dazu, dass Sie einen neuen Jagdpächter gesucht haben?
OB Schmitt: Im März 2011 ist der Jagdpachtvertrag mit unserem bisherigen Pächter ausgelaufen. Da es von Seiten der Pächter kein Interesse mehr gegeben hat, die Jagd weiter zu betreiben, mussten wir uns auf die Suche nach neuen Jagdpächtern machen. In Großsteinhausen leben zu diesem Zeitpunkt 10 Personen, die im Besitz eines Jagdscheines sind und da lag es nahe, sich mit den Leuten darüber zu unterhalten, ob Interesse an unserer Jagd besteht. Nur ein Jäger, der vorher schon die Jagd für den ehemaligen Jagdpächter gemacht hatte, gab ein Gebot ab, das aber leider nicht in der Höhe war, wie wir es akzeptieren konnten. Nach Absprache mit diesem wurde die Jagd ausgeschrieben. An dem Tag der Jagdvergabe lagen zwei Angebote vor, das eine von dem ortsansässigen Jäger, der 1500 € und eine Wildschadensdeckelung von 500 € angeboten hat und das zweite von Förster Osterheld, der einen Betrag von 5100 € ohne Wildschadensdeckelung angeboten hat. Herr Osterheld hat sein Jagdkonzept, welches auch Bestandteil des schriftlichen Angebotes war, dieser Versammlung vorgetragen und hat den Zuschlag bekommen.
Der neue Pächter hat ernst gemacht und angefangen den Rehbestand abzusenken. Was ist darauf hin passiert?
OB Schmitt: Wir hätten es nicht gedacht, dass in unserem Jagdbezirk 80 Rehe in nur einem Jahr geschossen werden können, wobei uns Forstamtsleiter Ringeisen vom Forstamt Westrich im September schon gesagt hat, dass es in Großsteinhausen möglich ist, 60 - 80 Rehe zu schießen und es dann immer noch genügend gäbe. Nach einer Drückjagd im November haben sich die Jäger aus den Nachbarorten zusammengetan und gegen Pächter Osterheld, die Jagdgenossenschaft und die Ortsgemeinde mobil gemacht, Beleidigungsschreiben gingen in den Jägerkreisen rum, in denen Herr Osterheld und die Verantwortlichen der Jagdgenossenschaft und der Gemeinde hart angegriffen wurden.
Wie haben Sie und die Großsteinhausener Jagdgenossen sich da gefühlt?
OB Schmitt: Es war für uns Verantwortliche eine Situation, die ich keinem Menschen wünschen möchte. Vor jedem Bürger in unserer Gemeinde mussten wir, wenn auch oft nur gedanklich, Rechenschaft für unsere Entscheidungen ablegen.
Was haben Sie gegen dieses Störfeuer unternommen und von wem haben Sie Unterstützung bekommen?
OB Schmitt: Als dann im Dezember noch ein Rundschreiben an die Bürgerinnen und Bürger der Ortsgemeinde verteilt wurde, mussten wir reagieren und haben zwei Tage vor Weihnachten eine, für das Frühjahr 2015 geplante, Informationsveranstaltung vorgezogen. Als Ortsbürgermeister hatte ich von meinem Hausrecht Gebrauch gemacht, die Veranstaltung war ausschließlich für Großsteinhausener Bürger und geladene Gäste gedacht. Ca. 30 Jägern aus den Nachbargemeinden habe ich den Zutritt verweigert, weil die 10 Großsteinhausener Jäger anwesend waren und diese ihre Bedenken ja vorbringen konnten. Auch den Kreisjagdmeister Henner haben wir nicht in den Saal gelassen, da er ein paar Tage vor der Versammlung in einem Zeitungsinterview aus dem Beleidigungsschreiben zitiert hatte. Mit solchen Leuten kann man keine vernünftige Diskussion führen, die sind voreingenommen, das hatten wir schon dem Zeitungsartikel entnehmen können. Die Veranstaltung war mit rund 100 Personen besucht und nahm letztlich auch einen guten Verlauf. Udo Ferber vom Waldbauverein Zweibrücken war uns an diesem Abend eine große Unterstützung, Uwe Bißbord von der Bauern- und Winzergenossenschaft unterstützt uns auch weiterhin.
Landtagsabgeordneter Fred Konrad und sein Mitarbeiter Norbert Pohlmann haben sich der Sache ebenfalls angenommen und MdL Anna Neuhof, Jagd- und forstpolitische Sprecherin der Landtagsfraktion Bündnis 90/ die Grünen, zu einem Pressegespräch nach Großsteinhausen eingeladen. Bei diesem Gespräch ist vor allem aufgefallen, dass die gesetzlichen Vorgaben des Landesjagdgesetzes an der Basis nicht berücksichtigt werden. Herr Baron und Herr Braun vom ÖJV haben uns auch in unserem Tun immer wieder bekräftigt, wofür wir sehr dankbar sind.
Unterm Strich nach einem Jahr, wie hat es sich entwickelt?
OB Schmitt: In mehreren Waldbegehungen mit Förster Ringeisen vom Forstamt Westrich, mit Förster Osterheld und mit Förster Eichenlaub, der uns ein Waldgutachten erstellen wird, hat sich ganz klar herausgestellt, dass in den letzten Jahren die jungen Bäume fast alle Verbissschäden aufgewiesen haben, was in diesem Frühjahr nur sehr selten der Fall ist. Dadurch hat sich auch gezeigt, dass die Vorgehensweise unseres Pächters sehr zu empfehlen ist. Auch die Jagd an sich ist für das Wild viel schonender als das vorher war. Die Angriffe der Jäger aus den umliegenden Orten haben sich bis auf die unqualifizierten Aussagen des Kreisjagdmeisters in Zeitungsartikeln und bei Kundgebungen der Jäger beruhigt. Leider hat meine Bitte an den Landrat Duppre, den Kreisjagdmeister von seinem Amt zu entbinden, bislang noch kein Gehör gefunden. Diesbezüglich werde ich weiterhin die Obere und die Oberste Jagdbehörde unterrichten, um zu erfahren, was die Ämter denn unternehmen werden, damit solche unqualifizierten Leute nicht Kreisjagdmeister sein können, und was Sie unternehmen werden, damit die erlassenen Gesetze an der Basis auch umgesetzt werden.
Was würden Sie einem Bürgermeister-Kollegen raten, der vor der gleichen Ausgangssituation steht wie Sie?
OB Schmitt: Die Verantwortlichen müssen sich Gedanken machen, was sie wollen. Wir wollten eine bessere Bewirtschaftung unseres Waldes. Dass dabei die Jagd eine so große Rolle spielt, hätten wir vor einem Jahr nicht gedacht. Grundsätzlich muss ich sagen, wir haben den richtigen Weg gewählt und ich kann das auch nur empfehlen.
Die ÖKOJAGD sprach auch mit dem Jagdpächter von Großsteinhausen, Uli Osterheld
Wie kam es dazu, dass Sie Interesse an der Jagdpacht des gemeinschaftlichen Jagdbezirkes Großsteinhausen hatten?
Jagdpächter Osterheld: Ich bin gelernter Forstingenieur und betreue private und kommunale Waldbesitzer. Unsere erfolgreichsten Betriebe führen den Jagdbetrieb als Teil des Forstbetriebes in einer Hand durch. Es war eine Folge der Logik und der Konsequenz, dass wir nach dem Abschluss eines Waldpachtvertrages mit der Gemeinde Großsteinhausen die Chance des abgelaufenen Jagdpachtvertrages nutzten und ein Angebot zur Pacht des Jagdbetriebes abgaben. Damit gewährleisten wir dem kommunalen Waldbesitzer den maximal möglichen Nutzen für das Eigentum seiner Bürger.
Was haben Sie denn In Ihrem Jagdbetrieb anders als der Vorpächter gemacht?
JP Osterheld: Zunächst betrachten wir den Jagdbetrieb frei von „freizeitlichen" Vorstellungen. Ein Jagdteam aus der Region wurde zusammengestellt und nach den Kriterien einer an der Wildbiologie und der Effizienz der Jagdmethoden orientierten Jagd geführt. D.h., wir verzichten auf die Kirrjagd des Schwarzwildes, möglichst auch auf die Nachtjagd, Ausnahmen nur als sporadische Wildschadensverhütung auf landwirtschaftlichen Flächen. Unsere Jagdausübung orientiert sich nicht an Trophäen, sie erfolgt intervallmäßig in den Hauptaktivitätsphasen des Wildes und beinhaltet insbesondere professionell vorbereitete und durchgeführte Bewegungsjagden mit ausgewählten Schützen.
Das sind doch eigentlich handwerkliche Dinge, die auch woanders angewendet werden. Wieso war das etwas Besonderes?
JP Osterheld: Da wir keine Vorstellung vom Wildbestand im Revier hatten, wurde ein Mindestabschussplan von 22 Stück Rehwild vereinbart, in Orientierung an die Abschussvereinbarung des Vorjahres mit dem Vorpächter. Diese war Anfang Juni erfüllt, so dass wir wussten, dass der Bestand viel zu hoch ist, und wir am Ende dann 80 Rehe erlegt hatten. Ohne Anstrengung! Auch 8 Sauen kamen zur Strecke, im Gegensatz zu 1-2 aus den Vorjahren.
Warum ist dies in der örtlichen Jägerschaft nicht gut angekommen?
JP Osterheld: Wir haben damit gezeigt, wie hoch der eigentliche Wildbestand im Revier und damit in der Region ist. Ich denke, wir lagen da bei ca. 120 Stück Rehwild auf 120 ha Wald!
Das sind illegal hohe Wildbestände, die gegen das Landesjagdgesetz verstoßen.
Ich bin ein schwarzes Schaf in der Jägerschaft, das dies aufgedeckt hat. Der Kreisjagdmeister als Berater der Unteren Jagdbehörde war nun aus der Jägerschaft aufgefordert, meinem Treiben ein Ende zu bereiten. Nach etlichen gescheiterten Versuchen der Einflussnahme auf die Jagdgenossenschaft ging es bis zu persönlichen Angriffen in der Presse. Dort wurde ich der Wilderei bezichtigt, ohne dass es ein Verfahren diesbezüglich gibt. Nun läuft ein Verfahren wegen falscher Verdächtigung, Rufschädigung, übler Nachrede etc...
Wie konnten Sie persönlich diesem Druck standhalten?
JP Osterheld: Mir wurde klar, dass dieser Weg nur beibehalten werden kann, wenn das eigene Netzwerk funktioniert und man immer wieder den Rücken von Personen aus dem eigenen Umfeld gestärkt bekommt. Mein Arbeitgeber stand immer 100% hinter mir, meine Kollegen aus dem Forstbereich, dem Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft (ANW) und des ÖJV Rheinland Pfalz und mein Elternhaus unterstützten mich, wo immer möglich. Außerdem bin ich geschult, mit solchen Dingen umzugehen ..(lacht).
Wie wird es aus Ihrer Sicht nun weitergehen?
JP Osterheld: Ohne Veränderung. Es stehen wieder 22 Stück Rehwild als Mindest-Abschussvereinbarung für das kommende Jagdjahr geschrieben. Dies entspricht ungefähr dem momentanen Rehwildbestand von 44 Stück, sollten keine Rehe aus den Nachbarjagdbezirken zuwandern.
Das wird aber sicher der Fall sein, so dass wir noch nicht wissen, wo die Reise dieses Jahr enden wird. Da war die Frage der Jagdgenossenschaft an die Untere Jagdbehörde schon berechtigt, wie die Behörde gedenkt, die Jagdgenossenschaft mit deren grundsätzlicher Wildschadensersatzpflicht davor zu schützen, dass aus illegal hohen Wildbeständen aus den Nachbarrevieren Rehwild verstärkt zuwandern wird!
Ich sehe schon. Sie verfolgen einen viel tieferen Sinn in Ihrer Funktion als Jagdpächter. Worin liegt Ihre Vision?
JP Osterheld: Ich möchte zusammen mit meinem langjährigen Jagdfreund Jean Pierre Baron als Vorstandsmitglied im ÖJV Rheinland Pfalz mit unserem neu gegründeten Unternehmen JAGDKONZEPT die Jagd als Dienstleistung am Grundeigentum und damit als vermögenssteigernder Betriebsteil des privaten und öffentlichen Grundeigentums marktfähig machen. Ich bin überzeugt davon, dass die vom Gesetzgeber neu eingeschlagenen Wege in der Jagdgesetzgebung den gesellschaftlichen Anforderungen an die Jagd eher gerecht werden, als die Werte der konservativen Jägerschaft. Wenn wir nach deren Vorstellungen weiter jagen, wird uns die Gesellschaft das Jagen verbieten und die Politik die Bestandsregulierung der zu Schaden gehenden Wildtierbestände über Anti-Baby-Pille und dergleichen einführen.


Das Interviews führte
Gerald Braun, Geschäftsstelle ÖJV Rheinland-Pfalz
Quelle: ÖKOJagd 3-2015
 




7. Mai 2015

Hoffen auf klärendes Wort aus Mainz

Gespräch mit Grünen-Abgeordneter Anna Neuhof zum Großsteinhauser Jagd-Streit

Gesundheit der Tiere, Bäume und anderer Pflanzen erfordern eine vernünftige Regulierung des Wildbestandes. Das fordert auch das neue rheinland-pfälzische Jagdgesetz. Gerade weil er diese Vorgaben einhält, fühlt sich der Großsteinhauser Pächter aber an den Pranger gestellt.

Von Merkur-Mitarbeiter Norbert Rech

Großsteinhausen. Geht es um die Jagd, dann fühlen sich die Großsteinhauser an den Pranger gestellt. „Ich komme mir vor wie ein Geisterfahrer auf der Autobahn, obwohl ich in die richtige Richtung fahre", brachte Ortsbürgermeister Volker Schmitt es gestern Nachmittag bei einem Fachgespräch mit Anna Neuhof, der zuständigen Sprecherin der Mainzer Landtagsfraktion der Grünen, auf den Punkt. Nach deren Besuch erhofft er sich nun Rückendeckung von der Landesregierung. Hintergrund sind die Angriffe von Kreisjagdmeister Rolf Henner, der den Großsteinhauser Jagdpächter Uli Osterheld sogar der Wilderei bezichtigt haben soll. Dabei handele dieser strikt nach dem 2010 geänderten Landsjagdgesetz, das eine Bestandsregierung vorsehe, um die Gesundheit der Tiere im Wald nicht zu gefährden, so Schmitt. „80 Rehe sind viel - es sind aber immer noch welche da", machte Schmitt deutlich, dass eine Reduzierung des Bestandes dringend notwendig gewesen sei.
Neuhof, deren Besuch der regionale Landtagsabgeordnete Fred Konrad vermittelt hatte, sieht die Jagd stets in Zusammenhang mit der Waldbewirtschaftung. Es gelte nach der gesetzlichen Regelung eine Artenvielfalt zu schaffen und die Bäume und anderen Pflanzen klimafest zu machen. „Wir haben hier eine volkswirtschaftliche Verantwortung", unterstrich die Jagd-Sprecherin der Grünen die Bedeutung der Gesetzesänderung. Sie verwies auf Wildschäden von rund einer Million Euro  jährlich. Ursache hierfür sei die große Wilddichte. Auch sei  eine Steigerung  der Zahl der  Verkehrsunfälle durch Wild festzustellen, wie der Großsteinhauser Beigeordnete Berthold Lauer bemerkte. Osterheld selbst betont, dass er immer nach dem Landesjagdgesetz handele. Als „Belohnung" würden ihm vom Kreisjagdmeister Straftaten vorgeworfen. Uwe Bißbort, Vorsitzender des Bauernverbandes in der Südwestpfalz, stellt in den meisten Gemeinden eine Jagdsituation „wie vor 30 Jahren" fest. Die alteingesessenen Jäger würden die Neuerungen nicht beachten. Er stellte deshalb die Frage, wie eine Gemeinde reagieren soll, wenn die Aufsichtsbehörde - wie in der Südwestpfalz - die Verstöße gegen das Jagdgesetz nicht unterbinde. Lauer schlug vor, der unteren Jagdbehörde Fachleute aus dem Forst zur Seite zu stellen. Neuhof will den Großsteinhauser Fall dem zuständigen Umweltministerium darstellen und sagte: „Wer nach dem Gesetz handelt, macht alles richtig." Bißbort regte eine Veranstaltung für die Ortsbürgermeister an, während der diese über die Regeln einer ordnungsgemäßen Jagd und über die Bewirtschaftung des Waldes informiert werden solle.

Quelle: Pfälzischer Merkur vom 07.05.2015

5. Mai 2015

Duppré stellt sich hinter Kreisjägermeister


Großsteinhauser Rat scheitert mit Antrag, ihn wegen Kritik an Jagdpächter abzusetzen
Ortsbürgermeister, Ortsbeigeordneter und Ratsmitglieder in Großsteinhausen wollen wegen der Jagd nicht weiter „am Pranger" stehen. Sie ärgern sich über den Vorwurf des Kreisjagdmeisters, Jagdpächter Uli Osterheld sei ein Wilderer.

Von Merkur-Mitarbeiter Norbert Schwarz

Großsteinhausen. Das Tischtuch zwischen der Gemeinde Großsteinhausen und der örtlichen Jagdgenossenschaft einerseits und dem Kreisjagdmeister Rolf Henner andererseits ist wegen der Vorkommnisse um die neue Jagdverpachtung zer¬schnitten. Persönliche Angriffe auf die Verwaltungsspitze, die Ratsmitglieder und die Verantwortlichen der Jagdgenossenschaft stehen im Raum. Äußerungen des Kreisjagdmeisters
Henner bei einer großen Jägerzusammenkunft in Winterbach vor Wochen führten dazu, dass Ortsbürgermeister Volker Schmitt bei Landrat Hans Jörg Duppre schriftlich darum bat, dass Rolf Henner als Kreisjagdmeister von seinem Amt entbunden wird. Antrag und Schreiben wurden jetzt in der letzten Ratssitzung eifrig diskutiert.
Für ziemliches Entrüsten in den Reihen der Ratsmitglieder sorgte die Stellungnahme von Landrat Duppre auf diesen Antrag. Dessen Hintergrund sind Äußerungen, die Rolf Henner bei einer Jägerversammlung in Winterbach gemacht haben soll. Ortsbürgermeister Volker Schmitt in seinem Schreiben an den Landrat: „Wie in der Presse zu lesen war, hat sich Herr Kreisjagdmeister Henner bezüglich der Jagdmethoden unseres Jagdpächters gegenüber sehr negativ geäußert und Herrn Osterheld der Wilderei beschuldigt. Ich als Ortsbürgermeister der Gemeinde Großsteinhausen und als stellvertretender Jagdvorsteher lege Wert darauf, dass  Herr Henner die Anschuldigungen öffentlich zurücknimmt oder beweisen kann, was er von sich gegeben hat. Da er beides nicht tun möchte, bitte ich Sie als seinen Dienstherren, die nötigen Schritte einzuleiten um Herrn Henner von seinem Amt als Kreisjagdmeister zu entbinden..." Der Kreisjagdmeister habe seine Meinung als privater Jäger kundgetan, heißt es im Antwortschreiben, das jetzt Volker Schmitt im Rat verlas. Ein Mandat der unteren Jagdbehörde habe es dafür nicht gegeben. Noch heftiger wurden im Rat jedoch die Stellungnahme des Landrates zu den Jagdmethoden diskutiert. Dazu lautet die Antwort aus Pirmasens: „Soweit auch die Jagdmethoden angesprochen werden, weisen wir darauf hin, dass es bislang hier nicht der Tradition der jagdlichen Übung entsprach in Abschussvereinbaren bzw. Abschusszielsetzungen für Rehwild als Ziel die Zuwanderung aus Nachbarjagdrevieren, durch maßlose Dezimierung des Wildbestandes im eigenen Revier erzielt, auszugeben. Des Weiteren wird dann sogar noch die „Abschöpfung" dieser Wildzuwanderung zum Oberziel erklärt. Dies bedeutet, um es deutlich zu sagen, wohl nichts anderes als die gezielte Bejagung auf Kosten anderer, also der Nachbarjagdbezirke. Ob dies noch gutem, althergebrachten Jagdethos entspricht mag an dieser Stelle einmal dahingestellt bleiben".
Gerd Schnöder, Ratsmitglied und Vorsitzender der Jagdgenossenschaft Großsteinhausen meinte: „Wir von der Gemeinde und der Jagdgenossenschaft stehen am Pranger." Auch die Oberste Jagdbehörde ist mit den Vorgängen in Großsteinhausen vertraut und nach vielen Wortbeiträgen waren sich die Ratsmitglieder darin einig, dass vor weiteren Aktionen die Stellungnahmen von dort zunächst abgewartet werden

Quelle:Pfälzischer Merkur 05.05.2015

28. Januar 2015

Jäger wollen gegen neuen Jagdpächter protestieren

GROSSSTEINHAUSEN: Wald und Jagdpacht in der Hand eines Unternehmens - Pächter sieht Jagd mehr als Dienstleistung und weniger als Hobby

VON ARTUR DRESSLER

Dass Großsteinhausen im Oktober den Gemeindewald für zehn Jahre an die Firma Schmitz-Forstservice aus Ormont in der Eifel verpachtet hat (wir berichteten am 18. Oktober), sorgt für Ärger. Nach dem Willen des neuen Jagdpächters, der für die Firma arbeitet, soll auch die Jagd im Revier professioneller werden. Das kommt nicht bei allen Jägern in der Umgebung gut an. Außerdem geht es um die Frage, ob Großsteinhausen weiterhin 3000 Euro an den Forst für die Aufsicht zahlen muss.
Dass eine Gemeinde ihren Wald an ein Unternehmen verpachtet ist ungewöhnlich, und Großsteinhausen betritt hier Neuland. Normalerweise kümmert sich das Forstamt um die Bewirtschaftung des Waldes. Durch die Verpachtung erhofft sich die Gemeinde deutlich höhere Einnahmen. Außerdem gibt es Planungssicherheit: Wahrend die Einnahmen der Gemeinde im Forstwirtschaftsplan von Jahr zu Jahr schwanken, bleibt der Pachtzins, den die Firma aus der Eifel zahlt, gleich. „Ein weiterer wichtiger Motivationsgrund für die Gemeinde Großsteinhausen war eine gesicherte, flexible Versorgung der Bevölkerung mir Brennholz, auch in kleineren Mengen", schreibt Schmitz-Forstservice auf seiner Internetseite.
Großsteinhausen wollte von dem „Schwarze-Null-Konzept der Forstverwaltung weg. Bürgermeister Volker Schmitt betont, dass die Entscheidung im Rat einstimmig getroffen wurde. Wir sind der erste Gemeindewald, der nicht von Landesforsten Rheinland-Pfalz bewirtschaftet wird", sagt er. Laut Landeswaldgesetz habe das Forstamt Westrich als untere Forstbehörde aber weiterhin die fachforstliche Aufsicht. Für die Revierdienstkosten soll Großsteinhausen weiterhin 3000 Euro zahlen. Für Schmitt gehört die Kontrolle jedoch den hoheitlichen Aufgaben der Forstbehörde, und "die sind laut Bundeswaldgesetz kostenfrei". Schmitz-Forstservice hat den Waldpachtvertrag wegen dieser Frage um ein außerordentliches Kündigungsrecht erweitert. Zur Not will Großsteinhausen die Sache vor Gericht klären lassen.

-Ob das Forstamt weiter Geld bekommt, will die Gemeinde zur Not vor Gericht klären-

Bürgermeister Schmitt fragt sich: „Kann es sein, dass, wenn auf der Hackmesserseite eine Gemeinde ausschert, die übrigen Gemeinden mehr zählen müssen, obwohl die Arbeit weniger wird?" Ja. sagt Forstamtsleiter Theodor Ringeisen und erklärt dies damit, dass im Forst mit Durchschnittskosten von 45 bis 50 Euro pro Hektar gerechnet wird. Beim Revier Großsteinhausen würden rund 60 Hektar Fläche zugrunde gelegt. „Wenn nun Fläche weggeht, steigen folglich die Durchschnittskosten für die anderen Gemeinden." Zum Forstrevier Hackmesserseite gehören Großsteinhausen, Kleinsteinhausen, Kröppen. Obersimten. Riedelberg, Schweix, Trulben, Vinningen und Walshausen.
Für die Eifeler Firma betreut Uli Osterheld als Abteilungsleiter Beförsterung den Privatwald der Region Pfalz. In Großsteinhausen übernahm er für Schmitz den kompletten Betriebsvollzug und den Holzverkauf. Schmitt freut sich: „Der Forstingenieur bewirtschaftet auch die fünf Hektar Klamme. Dort liegt auch Geld drin." Die staatliche Forstverwaltung habe in der Vergangenheit gesagt, dies sei zu teuer.
Eine weitere Besonderheit ist die gleichzeitige Verpachtung der Jagd, die die Gemeindewaldflächen einschließt, an die Firma Schmitz-Forstservice". schreibt das Unternehmen auf seiner Internetseite. Durch die regelmäßige Wildbestandskontrolle sei eine reine natürliche Verjüngung der vorhanden Baumarten einfach möglich, da der Wildverbiss auf ein Minimum reduziert werde. Gleichzeitig ist ein Pflanzen- oder Verbissschutz, wie er vielerorts durch mangelhafte Bejagung notwendig ist, unnötig." Das spare deutlich Kosten und bedeute „eine maximale Ausnutzung der Zuwachsmöglichkeiten". Schmitz-Forstservice habe garantiert, dass der Wald nach zehn Jahren einen erheblichen Wertzuwachs hat, so Schmitt.
Laut Gerhard Schnöder, Vorstand der Jagdgenossenschaft Großsteinhausen ist nicht die Firma Schmitz, sondern der angestellte Forstingenieur Osterheld der Jagdpächter. Da der vorherige Pächter die Jagd nicht mehr gewollt habe, habe man sie in der Jägerzeitung ausgeschrieben. Osterheld hat ein passendes Angebot abgegeben, und da er den Wald so und so macht, haben wir sie ihm gegeben."
Förster und Jäger Osterheld sieht Wald und Jagd als Einheit. Wobei er den Jagdbetrieb als dem Forstbetrieb dienend sieht. Die vielerorts hohen Wildbestände an Rehwild, Rotwild und Schwarzwild erforderten ein Umdenken bei der Jagd. Durch zu viel Rehwild entstehe; Schätzungen zufolge jährlich im Forst ein Schaden von bis 50 Euro pro Hektar, durch zu viel Rotwild seien es bis zu 250 Euro. Osterheld: Jagd als Dienstleistung spielt zunehmend eine Rolle. Das Hobby tritt mehr in den Hintergrund. Es geht nicht länger an, die Jagd vorzuhalten für seine Jagdpartner." Durch  Alternative Jagdbetriebsformen lasse sich der Reinertrag eines Forstes deutlich steigern. „Wir zeigen Dinge, über die Jäger nicht sprechen", sagt der Vorderweidenthaler.

-Der neue Jagdpächter hat in kurzer Zeit sogar mehr Tiere geschossen als gefordert-

Die Haltung von Schmitz und Osterheld lässt sich auch anders ausdrücken: Je mehr Wild geschossen wird,  desto weniger Rehe gibt es, desto weniger Rehe können die Bäume fressen. Mit seiner Ansicht von „Jagd als professionelles Handwerk" kommt Osterheld nicht bei allen Freizeit-Jägern gut an. In seiner kurzen Jagdpächter-Zeit hat er den vereinbarten Mindestabschussplan schnell erfüllt, ja sogar übererfüllt. Ein Teil der Jägerschaft befürchtet nun, dass durch die Abkehr vom klassischen Jagdverständnis das stabile Gleichgewicht der Natur gestört wird. Sie planen bereits öffentlichkeitswirksame Protest-Aktionen.
Des einen Leid, des anderen Freud; Die Landwirte jedenfalls freuen sich, dass durch die Abschüsse weniger Wildschweine Schaden auf ihren Äckern und Wiesen anrichten können. Und Bürgermeister Schmitt bringt ein weiteres Argument: „Früher hatten wir rund 20 Wildschäden an Autos. Dieses Jahr waren es bisher nur drei

Quelle: „Die Rheinpfalz - Zweibrücker Rundschau" v. 10. Dez. 2014

23. Januar 2015

Reform und Refombedarf in der deutschen Forstwirtschaft

»Staat im Staate«: Bundeswaldgesetz darf nicht missbräuchlich geändert werden

Von Karl Giesen, Koblenz

Im Streit mit Landesforstverwaltungen setzt sich das Bundeskartellamt durch: Nicht der Staat, sondern der Wettbewerb ist Ordnungsfaktor auf dem Holzmarkt und im Sektor forstwirtschaftlicher Dienstleistungen. Der in der deutschen Forstwirtschaft verfestigte Staatsinterventionismus ist noch nicht überwunden.

Obwohl die fiskalischen Forstliegenschaften der Bundesländer als sogenannter Staatswald gesetzlich definiert - nach der jüngsten Bundeswaldinventur lediglich 29% der Gesamtwaldfläche Deutschlands einnehmen, üben die Staats- bzw. Landesforstverwaltungen noch immer lenkenden Einfluss auf die gesamte deutsche Forstwirtschaft aus. Bezeichnenderweise vertritt der Deutsche Forstwirtschaftsrat - er ist kein Interessenverband wie die Waldbesitzerverbände, sondern ein mittelbares Ratsgremium unterschiedlicher Interessen - unter ausgeprägter Dominanz der Staatsforstverwaltungen nach wie vor staatlich-korporatistische Ordnungsideen. Das ist umso bemerkenswerter, als nach interner und öffentlicher Kritik verschiedene Bundesländer zum Teil tiefgreifende Organisationsänderungen ihrer früheren staatlichen Einheitsverwaltungen durchgeführt haben: Trennung hoheitlicher Aufsichtsfunktion von staatseigener Bewirtschaftung und beratenden Aufgaben, Überführung des Staatsforstbetriebes in sogenannte Eigenbetriebe gemäß § 26 Haushaltsordnung oder in separate Anstalten des öffentlichen Rechts. Einige Bundesländer halten aber noch an ihrer staatlich-behördlichen Einheitsorganisation fest, andere wiederum haben Mischformen etabliert, sodass sich das organisatorische Spektrum bundesweit auseinanderentwickelt hat.
In einigen Forstgesetzen der alten und der neuen Bundesländer kann nur mit Mühe eine nach Art. 12 Abs. l (freie Berufswahl), Art. 14 (Gewährleistung des Eigentums) und Art. 28 Abs. 2 Grundgesetz (Garantie kommunaler Selbstverwaltung) ausgerichtete verfassungsmäßige Ordnung ausgemacht werden, an die gemäß Art. 20 Abs. 3 Grundgesetz jegliche Gesetzgebung gebunden ist. Insbesondere in den anachronistisch anmutenden Organisationsformen staatlich-behördlicher Forstverwaltungen sind die ordnungspolitischen Verformungen und Defizite nicht zu übersehen. Nicht wenige Organisationsvorschriften - etwa die kommunale Selbstverwaltung einschränkende Bestimmungen - verstoßen ganz offensichtlich gegen höherrangiges Recht.
Kartellrechtliche Rundholzverfahren
Hierzu gehört auch die unzulässige Konzentration der Rohholzmengen durch staatliche Landesforstverwaltungen verschiedener Bundesländer (Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Thüringen), die ihr Holzangebot durch Verträge mit privaten und kommunalen Waldeigentümern vereinheitlichend zusammenfassen.
Die Marktdominanz des staatlich (behördlichen) Holzverkaufs und die dadurch bewirkte beinahe vollständige Beschränkung des Anbieterwettbewerbs führt zur Vereinheitlichung der Verkaufspreise und der Verkaufskonditionen. Die Nachfrager sind gezwungen, Preis- und Verkaufsverhandlungen nahezu ausschließlich mit den Beamten der jeweiligen Staatsforstverwaltung zu führen. Die wenigen verbleibenden nicht über die staatliche Forstverwaltung vermarktenden Holzanbieter orientieren sich zudem an den Preisvorgaben der staatlichen Forstverwaltung. Ein Anbieterwettbewerb ist beinahe vollständig ausgeschlossen. Das aber verstößt gegen das Kartellverbot des § l des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) und Art. 101 Abs. l des Vertrages über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV). Eine Freistellung nach § 2 GWB und Art. 101 Abs. 3 AEUV kommt nicht in Betracht. Nach mehrjährigen Ermittlungen verfügte daher das Bundeskartellamt gegen den erbitterten Widerstand betroffener Landesforstverwaltungen Verbote gegen den Gesetzesverstoß verbunden mit konkreten Auflagen zur notwendigen Trennung staatlichen Holzverkaufs von dem des Privat- und Körperschaftswaldes. Dem Land Baden-Württemberg einschließlich den bei den Landkreisen angesiedelten unteren Forstbehörden wurde die waldbesitzübergreifend gebündelte Holzvermarktung untersagt. Hierzu gehören auch die den Holzverkauf vorbereitende Dienstleistungen, das Waldbestandsauszeichnen, die Organisation der Holzernte, das Holzrücken und das Erstellen der Holzverkaufsliste. Vorausgegangen waren vier Ermittlungs- und Untersagungsverfahren der Zweiten Beschlussabteilung des Bundeskartellamtes: Baden-Württemberg 9. Dezember 2008, Nordrhein-Westfalen 29. Januar 2009, Rheinland-Pfalz 3. März 2009, Thüringen 17. September 2009 und ein Beschlussentwurf für Baden-Württemberg vom 17. Dezember 2013. Die betroffenen Landesforstverwaltungen verpflichteten sich, die Professionalisierung privater und kommunaler forstwirtschaftlicher Kooperationen (Zusammenschlüsse) mit dem Ziel zu fördern, diese zum selbstständigen Marktauftritt beim Holzverkauf zu befähigen. Es komme vorrangig und auf längere Sicht auf die Stärkung und Entwicklung der Marktfähigkeit der privaten und kommunalen Waldbesitzer außerhalb des staatlichen Holzvermarktungssystems an. In mehrfachen langwierigen und harten Verhandlungsrunden zwischen Bundeskartellamt und Landesregierung Baden-Württemberg setzte sich das Bundeskartellamt 2014 endgültig durch. Nach einer Kabinettsitzung vom 25. November 2014 bestätigte der Ministerpräsident auf der Grundlage eines Eckpunktepapiers die Verpflichtungszusage zur strukturellen Trennung zwischen Staatswald einerseits und Körperschafts-und Privatwald andererseits. Um ihre angestammte Dienstleistungskompetenz zu legalisieren, initiierten die Ministerialforstabteilungen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz einen Vorstoß, mittels eines Artikelparagrafen, der dem Bundeswaldgesetz angehängt werden soll, diese genannten mit dem Holzverkauf unmittelbar zusammenhängenden Dienstleistungsbereiche aus dem kartellrechtlichen Verbotskatalog auszuklammern.
Gegen die Änderung des Waldgesetzes
Obwohl die Agrarministerkonferenz der Bundesländer, in die dieser Vorstoß lanciert wurde, nach einer langen Tagesordnung zustimmte, lehnte der Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages in seiner Sitzung am 12. November 2014 einen entsprechenden Antrag der Grünen und der Linken ab. Die Ablehnung erfolgte ausdrücklich ohne Beschlussempfehlung. In einer Stellungnahme des Bundeskartellamtes an das Bundes-wirtschaftsministerium wird die Ergänzung des Bundeswaldgesetzes auch unter Würdigung des EU-Rechts ausführlich begründet abgelehnt. Während das Präsidium des Forstwirtschaftsrates der Gesetzesänderung in einer kurzen Stellungnahme allerdings mit einschränkender Auflage zustimmte, lehnten die betroffenen forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse (Bundeskongress 2014) wie auch der betroffene Bundesverband freiberuflicher Forstsachverständiger (BvFF) die Änderung des Bundeswaldgesetzes ab (Stellungnahme mit Begründung vom November 2014).
Verstoß staatlicher Forstdienstleistungen gegen Wettbewerbsregeln
Private und kommunale Forstbetriebe, forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse sowie forstliche Dienstleistungsunternehmen stehen in der Wahrnehmung forstwirtschaftlicher Dienstleistungen in unmittelbarem Wettbewerb mit Staats- bzw. Landesforstverwaltungen. Die Verletzung deutschen und europäischen Wettbewerbsrechts (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb [UWG]: Behinderung von Mitbewerbern durch Verdrängungs- und Vernichtungsunterbietung; GWB und AEUV: Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung, Beihilfeverbot) treffen die privaten Organisationsformen und Unternehmen in zweierlei Hinsicht: Durch Angebote staatlicher Dienstleistungen unter Marktpreis und durch missbräuchliche Verbindung  hoheitlicher mit unternehmerischer Tätigkeit. Der dadurch bewirkte Verdrängungswettbewerb wird staatlicherseits mit dem unzutreffenden Argument gerechtfertigt, es handele sich bei den Leistungen der Landesforstverwaltungen um Maßnahmen im Interesse der „Daeinsvorsorge". Sie seien der Anwendung der Wettbewerbsregeln entzogen. Die Landesforstverwaltungen handelten als öffentliches Unternehmen. Eine unternehmerische Tätigkeit liege nicht vor, weil keine über die bloße Vermögensverwaltung hinausgehende selbstständige Betätigung mit Gewinnerzielungsabsicht betrieben werde. Es fehle die für die unternehmerische Betätigung notwendige Entscheidungsfreiheit (so die Argumentation der Bundesregierung vom 31. Juli 2001 an die Europäische Kommission). In einem Rechtsgutachten von Prof. Dr. Dr. Ernst-Joachim Mestmäcker, Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, Hamburg, wird im Einzelnen dargelegt, dass diese Argumentation mit dem geltenden Gemeinschaftsrecht und den Mitteilungen der EG-Kommission zur Daseinsvorsorge unvereinbar ist. Dem im Recht der Mitgliedsstaaten besonders umstrittenen Begriff der „Daseinsvorsorge" kann kein normativer Gehalt zugewiesen werden; er ist gemeinschaftsrechtlich unerheblich und ist allein bezogen auf die dem Staat vorbehaltene Erfüllung von Grundbedürfnissen wie zur Wahrung der inneren und äußeren Sicherheit, der Justizverwaltung, der Pflege auswärtiger Beziehungen und anderer hoheitlicher Aufgaben. Die Argumentation, die Landesforstverwaltungen besäßen keine organisatorische Selbstständigkeit, ist in diesem Zusammenhang unerheblich, denn das Fehlen von Gewinnerzielungsabsicht und die Verfolgung nichtwirtschaftlicher Zwecke schließen die Unternehmenseigenschaft nicht aus; sie sind Unternehmen im Sinne der Wettbewerbsregeln. Hinzu kommt die in den letzten Jahren vorgenommene Überführung des Staatswaldes einiger Bundesländer in die Rechtsform eines Eigenbetriebes oder einer ausgegliederten Anstalt des öffentlichen Rechts. Weiterhin wird gegenargumentiert, die Dienstleistungen der Landesforstverwaltungen erfolgten im „allgemeinen wirtschaftlichen Interesse", sie seien durch das Bundeswaldgesetz hiermit „betraut" worden. Dies genügt den Erfordernissen jedoch nicht; vielmehr müssen den Unternehmen besondere Aufgaben durch Hoheitsakte übertragen sein. Eine durch Gesetz übertragene Aufgabe genügt nicht. In besonderer Weise verfälschen die Landesforstverwaltungen den gebotenen Wettbewerb durch Verknüpfung von hoheitlichen mit unternehmerischen Tätigkeiten (gemäß AEUV Verbot des Missbrauchs beherrschender Stellungen). Aus dem Prinzip des unverfälschten Wettbewerbs folgt - so der Europäische Gerichtshof - das Gebot der Chancengleichheit von öffentlichen und privaten Unternehmen im Wettbewerb. Die Landesforstverwaltungen verstoßen gegen die Chancengleichheit im Wettbewerb, wenn sie ihre eigenen Interessen zu Lasten von Wettbewerbern durch Ausüben von Verwaltungsaufgaben fördern. Solche Überschneidungen treten auf, weil ihre Leistungen zugleich Informationen liefern, die Grundlage für Verwaltungsmaßnahmen sind, beispielsweise bei Befürwortung von Fördermitteln oder Genehmigung von Wirtschaftsplänen. Sie unterbieten gezielt Angebote privater Betriebe oder Forstsachverständiger mit subventionierten Niedrigpreisen. Die Folgen sind Verdrängungswirkungen durch missbräuchliche Verbindung hoheitlicher und unternehmerischer Tätigkeit.
Bundesgesetzliche Regelung unzulässig
Eine bundesgesetzliche Ausnahmeregelung für landesspezifischen Verwaltungsvollzug ist gesetzessystematisch abwegig, verfassungsrechtlich fragwürdig und wettbewerbsrechtlich unzulässig. Die treibenden Kräfte der Staatsforstverwaltungen (Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg) erliegen ihrem Berufsstandsdenken. Kompetenzerhaltung motiviert sie, die mit herbeigezogenen ökologischen Argumenten und nicht einschlägigen Definitionskriterien (EUHolz-Handels-Verordnung, Holzhandels-Sicherungs-Gesetz) unterfüttert wird. Obwohl die Verknüpfung hoheitlicher Aufgaben der Staatsforstverwaltungen mit ihren subventionierten Dienstleitungsaufgaben wettbewerbs¬rechtlich evident unzulässig ist, wird ar-gumentiert, die Ausklammerung der staatlichen Dienstleistungen aus dem Kartellrecht sei lediglich ein optionales Angebot. Diese angebliche Nur-Option ist jedoch nicht gegeben, weil die staatliche Dienstleistung als Offizialberatung unter Marktpreis angeboten und durchgeführt wird. Die Wettbewerbsverzerrung ist strukturell verfestigt. forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse, private und kommunale Forstbetriebe oder private Forstsachverständige sind systematisch wettbewerbsbenachteiligt. Die zur Begründung aufgeführte „Wahlfreiheit" bei der Beanspruchung der Forstdienstleistungen besteht gerade und ausdrücklich nicht. Umgekehrt wäre es richtig: Der Staat sollte die private Initiative und den privaten Sektor, Eigenständigkeit und Selbstverwaltung, nicht nur nicht benachteiligen, sondern aktiv fördern. Das Bundeskartellamt kündigte an, es werde bereits in diesem Jahr nach Baden-Württemberg für die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz in einem Zuge wettbe-werbsrechtliche Verfahren zur Schaffung rechts- und marktkonformer Strukturen anordnen. Für die Forstpolitik besteht die Chance, den verfestigten Reformrückstand aufzuarbeiten und gewaltenteilende Strukturen zu schaffen, damit die Waldeigentümer ihre verfassungsmäßige Verantwortung wahrnehmen können

* Forstdirektor a.D. Karl Giesen war von 1989 bis zu seiner Pensionierung 2002 Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW).

Quelle: Holzzentralblatt 09.01.2015

16. Dezember 2014

Die Lust am Beute machen

"Die Lust am Beute machen"


Interview: Jean-Pierre Baron ist Unternehmer. Er entwickelt Immobilienprojekte wie die Germersheimer Marina oder das neue Zentrum in Kandel. Er ist aber auch passionierter Jäger. Seine Mission: Er möchte die Jagd professionalisieren. Zum Wohl des Waldes und zum Wohl der Tiere, wie er sagt.
Sein Konzept hat der 35-Jährige, der die Jagden am Lindelbrunn (330 Hektar) und in Godramstein (450 Hektar) gepachtet hat, kürzlich dem Landauer Hauptausschuss vorgestellt. Birgit Schwarz sprach mit ihm über die Lust am Jagen, gesellschaftlichen Nutzen und Berührungsängste.
Herr Baron, einen Jäger habe ich mir irgendwie anders vorgestellt. Älter vielleicht. Gibt es in Ihrem Bekanntenkreis viele, die jagen? Wir sind tatsächlich ein recht junges Team. Ich selbst habe mit 16 Jahren begonnen. Mein Opa, meine Mutter, mein Vater, alle sind auf die Jagd gegangen.
Aber fällt man da als junger Mensch mit solch einem Hobby nicht aus der Reihe? Den Begriff Hobby finde ich schwierig, ich betrachte die Jagd als ein Handwerk. Aber ich habe daraus nie ein Geheimnis gemacht. Nicht alle können das nachvollziehen. Die Frage, warum ich jagen gehe, ist leicht zu beantworten. Es ist das Naturerlebnis, die Arbeit mit dem Hund, vor allem jedoch etwas, das nur die Jagd bedient: die Lust am Beute machen. Bei der Frage, warum Jagd sinnvoll ist, war es mir nicht von Beginn an so klar wie heute.
Warum? Um das Jagen grundsätzlich zu rechtfertigen, musste es für mich einen gesellschaftlichen Nutzen haben. Und den hat es. Wildtierpopulationen müssen in einer Kulturlandschaft kontrolliert werden. Zur Vermeidung von Schäden in der Forst- und Landwirtschaft, oder sogar im privaten Bereich der Menschen. Durch die Bewirtschaftung der Wildbestände generieren wir zudem hochwertiges Fleisch, ohne Massentierhaltung.
Tierschützer werden aufschreien ...Obwohl der Fokus in meinen beiden Revieren auf der Unterstützung des Forstbetriebes liegt, habe ich auch die Lebensumstände der Wildtiere im Blick. Wir müssen die Schalenwildpopulation, also Rotwild und Rehe, herunterfahren, sonst ist naturnaher Waldbau nicht möglich. Wir sind gesetzlich verpflichtet, so zu regulieren, dass sich die Hauptbaumarten ohne Schutz verjüngen können. Großraubtiere wie Luchs und Wolf gibt es in unserer Gegend nicht mehr. Die Selbstregulierung der Natur funktioniert zwar, aber eben nicht so, wie es uns Menschen nutzt. Nehmen wir als Beispiel die Schweinepest. Jagd kann dies hingegen leisten. Unsere Jagdstrategien belassen die natürlichen Lebensbedingungen des Wildes, das bestätigen mir auch Tierschützer. Worin unterscheidet sich Ihr Konzept denn von konventionellen Modellen? Wir jagen nur zu bestimmten Jahreszeiten, also in Intervallen, dann jedoch entschlossen. Dazwischen lassen wir den Tieren Ruhephasen. Wir jagen nur tagsüber und in der Dämmerung, nie nachts. In reinen Waldrevieren ohne Feldschäden ist das auch nicht notwendig. Für die Tiere ist es mit wesentlich weniger Stress verbunden. Wie sehr die nächtliche Beunruhigung in das Verhalten der Tiere eingreift, zeigt sich an den Wildschweinen. Sie sind vor allem durch die Bejagung zu nachtaktiven Tieren geworden. Zudem setzen wir sehr stark auf Bewegungsjagden im Winter.
Vor einem Jahr haben Sie die Jagd in Godramstein gepachtet, den Lindelbrunn schon länger. Funktioniert Ihr Modell? Ja. Mittlerweile finden im Revier Lindelbrunn Fachexkursionen statt, um die Verjüngung des Waldes anzuschauen. Auf dem Lindelbrunn hat sich der Zustand des Waldes schon unglaublich verbessert. Wie sehr der Verbiss den Wald beeinträchtigt, sehen Sie an gezäunten Verjüngungsflächen. Innen gedeiht die Verjüngung, am Rand scheint die Vegetation mit der Heckenschere abgeschnitten. Um unsere Erfolge zu belegen, haben wir im Godramsteiner Wald um die Errichtung von Weiserzäunen gebeten. Wenn innen und außen ähnliche Verjüngung entsteht, haben wir unsere Sache gut gemacht.
Alleine können Sie die Jagden ja nicht stemmen. Haben Sie Unterstützer? Es geht nur im Team. Wir bemühen uns gezielt, Nachwuchs zu suchen und junge Jäger anzusprechen. Oft sind es auch Leute, die unsere Ziele teilen, beispielsweise Studenten der Forstwirtschaft. Ich bin Vorstandsmitglied im ökologischen Jagdverband, auch hierüber finden wir Mitstreiter. Eine Professionalisierung der Jagd muss beim Nachwuchs ansetzen. Und wir schulen unsere Leute. Wissenstransfer ist ein entscheidender Baustein. Traditionen der Jagd werden aber auch bei uns gepflegt, insbesondere wo sie das Handwerk nicht beeinträchtigen. Wie die Sprache oder das Verblasen der Strecke mit Jagdhörnern. Hierarchien spielen hingegen kaum eine Rolle.
Was wollten Sie den Stadtratsmitgliedern bei Ihrem Besuch im Hauptausschuss vermitteln? Mir ist es ein besonderes Anliegen die öffentlichen Waldbesitzer, in diesem Fall die Kommunen, über ihre Möglichkeiten zu informieren. Sie verwalten sehr wertvolle Immobilien, den Landauer Stadtwald schätze ich ganz grob auf rund 25 Millionen Euro. Wildschäden sind eine ganz entscheidende Variable bezüglich der Betriebsergebnisse und der Wertentwicklung. Die Quittung hierfür bekommen künftige Generationen. Pachterlöse hingegen spielen betriebswirtschaftlich keine größere Rolle. Im Stadtwald Landau-Godramstein haben wir daher ein Modell entwickelt, dass die Höhe der Pacht, an die erfolgreiche Kontrolle der Schalenwildbestände koppelt. Mir als Bürger ist jedoch vor allem eines wichtig: Der kommunale Waldbesitzer sollte wissen, dass er alleine bestimmen kann und muss, wie die Jagd auf seinen Flächen abläuft.
Besteht da nicht die Gefahr, den Wildbestand zu sehr zu dezimieren? Durch die Jagd, wie sie hier praktiziert wird, können Sie den Bestand der Hauptwildarten niemals existenziell gefährden. Insbesondere bei Schalenwildbeständen, die es vielleicht nie zuvor in dieser Höhe gegeben hat.
Quelle
Ausgabe    Die Rheinpfalz - Pfälzer Tageblatt - Nr. 290
Datum    Montag, den 15. Dezember 2014
Seite    17

15. Dezember 2014

Metalle, Wald und Wertpapiere

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27. November 2014

Großsteinhauser Wald wird an Firma aus der Eifel verpachtet

Großsteinhausen, Der Großsteinhauser Wald wird an die Firma Schmitz OHG aus Ormont in der Eifel verpachtet. Das hat gestern Abend der Ortsgemeinderat beschlossen. Damit beschreitet Großsteinhausen einen völlig neuen Weg, wie auch der Gemeinde-und Städtebund festgestellt hat. Denn der Forstservice wird nur, von einem privaten Unternehmen übernommen anstatt wie bisher der staatlichen Forstbehörde. Strittig ist allerdings, ob Großsteinnausen weiterhin die jährlich 3000 Euro Revierkosten an den Forst bezahlen muss, obwohl dieser nun weniger Arbeit hat. Die Forstbehörde sei auch nicht bereit gewesen, den Betrag auf einen Teil zu senken sagte Ortsbürgermeister Volker Schmitt. Deshalb könne es unter Umständen auf eine gerichtliche Entscheidung hinauslaufen. „Das wäre dann ein Präzedenzfall." Die Gemeinde bräuchte das nicht zu scheuen, da die Firma Schmitz OHG bereits zugesichert habe, die Anwaltskosten zu übernehmen. Im Fall einer Niederlage behalte sie sich aber die Aufhebung des Pachtvertrages vor. Der Bürgermeister betonte, Pacht und Organisation für den 67 Hektar großen Forst seien klar getrennt. Die gesetzliche Aufsicht obliege weiter der Forstbehörde. Das Unternehmen lege Ende November einen Wirtschaftsplan vor. Holznutzung und Verkaufsangaben müssten klar ausgewiesen sein. Schmitt kann sich vorstellen, dass auch andere Gemeinden im Revier Hackmesserseite sich überlegen, die Forstbewirtschaftung an ein privates Unternehmen zu vergeben. Die Firma Schmitz OHG habe bereits Interesse gekundet.
 
Quellenverweis (Pfälzischer Merkur vom 17. Oktober 2014)
Homepage www.pfaelzischer-merkur.de

 

15. November 2014

"Wieviel Jagd brauchen wir" Bericht aus der ARD Sendung W wie Wissen

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28. Oktober 2014

Schmitz-Forstservice leistet Pionierarbeit in der Gemeindebefürsterung

Die Gde. Großsteinhausen im Landkreis Südwestpfalz hat sich zur Verpachtung des Gemeindewaldes an die Fa. Schmitz-Forstservice entschlossen. Hintergrund dieser Entscheidung sind zum Einen deutlich höhere jährliche Einnahmen aus dem Gemeindewald im Vergleich zur Beförsterung durch Landesforsten. Zum Anderen unterliegen die Einnahmen keinen Schwankungen mehr, da der Pachtzins jährlich in gleicher Höhe bleibt. Sie sind damit fest kalkulierbar. Ein weiterer wichtiger Motivationsgrund für die Gemeinde Großsteinhausen war eine gesicherte, flexible Versorgung der Bevölkerung mit Brennholz, auch in kleineren Mengen.

Größte Sorge der Kommune gegenüber einem privaten Bewirtschafter war die Sicherung nachhaltigen Bewirtschaftung des Kommunalwaldes sowie die Gewährleistung der Umweltvorsorgeleistungen. Diese Bedenken konnten durch ein überzeugendes Qualitätsmanagementprogramm innerhalb des Bewirtschaftungskonzeptes ausgeräumt werden. Es verspricht zukünftig deutliche Verbesserungspotentiale gegenüber der bisherigen Wirtschaftsweise.
 Durch den Abschluß des Waldpachtvertrages ist der Revierdienst privatisiert worden. Fa. Schmitz-Forstservice stellt das dazu notwendige Personal im Sinne des §8 LWG zur Verfügung und übernimmt durch den Förster Herrn Dipl.-Forstingenieur (FH) Uli Osterheld den kompletten Betriebsvollzug, die Durchführung sämtlicher Forstbetriebsarbeiten, die Vertretung der Gde. nach aussen, den Holzverkauf und den Verkauf von sonstigen Walderzeugnissen und Dienstleistungen aus dem Wald. Hierzu wurde ein detailliertes Bewirtschaftungskonzept für den Gemeindewald erarbeitet, welches Grundlage des Waldpachtvertrages ist.
 Die verpachteten Waldflächen sind nach den Grundsätzen des Landeswaldgesetzes sowie nach dem geltenden Forsteinrichtungswerk nachhaltig im Sinne von Massen- und Wertnachhaltigkeit ordnungsgemäß zu bewirtschaften. Die Fa. Schmitz-Forstservice verpflichtet sich unter Wahrung der gesetzlichen Vorschriften zum Schutz des Waldes (BWaldG, LWaldG) der Umwelt, der Natur, der Pflanzen, des Bodens, der Gewässer sowie zur Landschaftspflege/Naturschutzpflege und in Erfüllung der öffentlich rechtlichen und nachbarrechtlichen Schutz-, Unterhaltungs- und Pflegeverpflichtungen. Gleichzeitig verpflichtet sich der Pächter zur Bestandspflege des heimischen Waldes im Sinne des Bundesjagdgesetzes und dazu, den einschlägigen Artenschutzgesetzen Rechnung zu tragen. Die forstfachliche Leitung verbleibt beim Forstamt. Inwieweit die Gde. noch Kosten aus der Leitungsfunktion und der hoheitlichen Tätigkeit zu tragen hat, bleibt abschließend zu klären.
Eine weitere Besonderheit ist die gleichzeitige Verpachtung der Jagd, die die Gemeindewaldflächen einschließt, an die Fa. Schmitz-Forstservice. Durch die regelmäßige Wildbestandskontrolle ist eine reine natürliche Verjüngung der vorhanden Baumarten einfach möglich, da der Wildverbiss auf ein Minimum reduziert wird. Gleichzeitig ist ein Pflanzen- oder Verbissschutz, wie er vielerorts durch mangelhafte Bejagung notwendig ist, unnötig geworden. Das bedeutet eine deutliche Reduktion der Kosten für den Waldschutz und eine maximale Ausnutzung der Zuwachsmöglichkeiten.
 
Interessierte Gemeinden können sich zwecks weiterer Informationen gerne an uns wenden.

27. November 2013

1500 Besitzer unter einen Hut bringen

DIE RHEINPFALZ - NR. 275

KREIS SÜDLICHE WEINSTRASSE  MITTWOCH, 27. NOVEMBER 201 3

GOSSERSWEILER-STEIN/DARSTEIN: Großprojekt zum Durchforsten des Privatwalds. Knapp 670 Hektar Wald gehören auf den Gemarkungen Gossersweiler-Stein und Darstein privaten Besitzern. Oft sind die Grundstücke zerstückelt und kaum genutzt. Das soll sich nun mit einem groß angelegten Durchforstungsprojekt ändern. Seit gut einem Monat sind Förster Uli Osterheld und sein Team hier schon im Wald und arbeiten sich Stück für Stück vor. Den Wald wieder profitabel machen, seinen Wert erhöhen, ist sein Ziel. Das heißt, die schlechten Bäume werden gefällt, damit die guten mehr Platz und Nährstoffe haben, um sich besser entwickeln zu können und in Zukunft mehr Holz abzuwerfen. 60 Prozent mehr Kronenwachstum könne man so erreichen, berichtet der diplomierte Forstingenieur, der die Zweigstelle Wasgau am Lindelbrunn der privaten Holz-Firma Schmitz-Holz aus der Eifel leitet. Für die Waldbesitzer sei dies mit keinen Kosten verbunden. Osterheld verkauft das Holz, davon wird die Firma bezahlt und der restliche Erlös landet beim Privatmann. Die Preise könnten die Besitzer je nach Holzsorte vorher einsehen.

1463 Waldbesitzer gibt es auf der Gemarkung von Darstein und Gossersweiler-Stein. Für das Großprojekt haben Osterheld und sein Team von August bis Oktober alle 1463 Waldbesitzer angeschrieben, die im Liegenschaftsbuch ausfindig zu machen waren. Zirka 100 hätten sich bislang zurückgemeldet. Für ihn rentiere sich die Arbeit ab zirka 500 Festmeter Holz im räumlichen Zusammenhang. Wenn also einige Besitzer ihr Einverständnis geben, könne er loslegen. Wie auf Gossersweiler und Steiner Gemarkung, wo seine Arbeiter seit einigen Wochen mit Motorsäge und Seilschlepper
an steilen und unwegigen Flächen unter¬wegs sind. Mit dem Vollernter soll es dann großflächig weitergehen. Osterheld schätzt, dass er mit diesem Projekt mehrere Jahre beschäftigt sein wird. Dem Vorwurf der Profitgier und des Raubbaus am Wald, der ihm durchaus auch gemacht werde, hält er entgegen, dass nachhaltiges Arbeiten im Wald gesetzlich vorgeschrieben sei. Es werde nur so viel geerntet wie auch nachwachse. Beim ersten Durchforsten rechnet Osterheld mit rund 100 Festmeter Holz, die geschlagen werden, da im Wald zumeist seit 50 Jahren nichts passiert sei, später sei es dann weniger. Gerade durchlaufe er die zweite Durchforstungswelle im Privatwald von Vorderweidenthal und Oberschlettenbach, wo er vor einigen Jahren schon einmal klar Schiff gemacht hatte. „Wir wollen eine Langzeitbindung zu den Besitzern für die spätere Ernte",  sagt Osterheld. Ein weiteres Großprojekt war die Durchforstung von 200 Hektar an den Hängen über Ramberg und Dernbach (wir berichteten). Nach einigen Differenzen zwischen der Holzfirma und der Gemeinde wegen des Wegebaus habe er das Projekt aber im Frühjahr erst einmal auf Eis gelegt, wie Osterheld berichtet. Da aber noch Auftraggeber warteten, dass es weitergehe, wolle er im nächsten Sommer den noch ausstehenden Weg ausbauen, um dann mit schwerem Gerät zu den verbliebenen Grundstücken gelangen zu können und diese zu bearbeiten, kündigt er an. Rund 23.000 Euro habe die Firma hier schon für den Ausbau von Waldwegen ausgegeben. Drei Euro pro Kubikmeter Holz behält Osterheld vom Holzerlös dafür ein.

70 bis 80 Prozent der Waldbesitzer sind Erbengemeinschaften.

In Gossersweiler-Stein würden wohl auch noch Wege ausgebaut und verbreitert werden. Die Kooperation mit der Gemeinde funktioniere gut, berichtet Osterheld. Er betont, dass die Wege, im Frühjahr nachdem die Maschinen darauf gefahren sind, von der Firma wieder in Ordnung gebracht würden. Ein zeitweise nicht sicher begehbarer Wanderweg war Stein des Anstoßes in Dernbach gewesen. Ein anderes Problem gibt es dafür beim jetzigen Projekt. Hinter 70 bis 80 Prozent der Waldbesitzer verbergen sich Erbengemeinschaften. Das heißt, die Firma hat es nicht mit einem Besitzer zu tun, sondern diese müssen erst untereinander abklären, wer zu der Erbengemeinschaft dazu gehört und ob sich diese an dem Projekt beteiligen will - was die Angelegenheit durchaus zähflüssig machen kann. Doch täglich kämen neue Anfragen hinzu, sagt Osterheld zuversichtlich, (höj)

11. September 2013

Neues Pachtmodell für Waldbesitzer

Rheinische Post Nr. 211 - Ausgabe Geldern vom 11.09.2013

Lokales

Von Stefan Kriegel

Neues Pachtmodell für Waldbesitzer

Ein Forst-Unternehmen mit Sitz in Straelen bietet privaten Waldbauern ein umfassendes
Servicepaket an. Damit können beispielsweise auch erhöhte Kosten durch die Berufsgenossenschaft
aufgefangen werden. Auch Pflegekosten entfallen.
Von Stefan Kriegel
Straelen / Gelderland Wenn für Privatleute oder Kommunen der Kostendruck immer weiter steigt, kommen automatisch Überlegungen auf, den Druck zu senken. Aus diesen Gründen hat das Unternehmen Udo & Michael Schmitz OHG aus Ormont in der Eifel ein Modell entwickelt, das es nun privaten Waldbesitzern anbieten. Christian Philipzig aus Straelen vertritt das Unternehmen am Niederrhein und stellt das Model vor. „Seit Anfang des Jahres hat es bei der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft einige Änderungen gegeben", berichtet der gelernte Forstwirt, der bei der Stadt Krefeld seine Ausbildung absolvierte. Danach sei auch bei den kleinsten Waldflächen eine Befreiung von den Mitgliedsbeiträgen nicht mehr möglich. Es bestehe eine Melde- und Versicherungspflicht. Der Fachmann macht eine Beispiel-Rechnung auf: Für einen Hektar Wald muss ein Grundbetrag von 60 Euro bezahlt werden. Hinzu kommen ein Mindestsatz von zehn Euro je Hektar und noch ein Beitrag für die Forstbetriebsgemeinschaft von zwölf Euro. Das sind 82 Euro pro Jahr. Der Straelener rechnet das auf zehn Jahre hoch, wenn der nächste Holzeinschlag erfolgt. Das sind dann 820 Euro. Der reine Erlös könnte dann aber für den Waldbesitzer bei einem einfachen Kiefernbestand bei nur etwa 1000 Euro liegen, so dass für den Eigentümer nicht mehr viel übrig bleibt. Vor diesem Hintergrund haben die Mitarbeiter der Firma Schmitz folgendes Modell entwickelt: Die Gesellschaft pachtet den Wald von den privaten oder kommunalen Eigentümern. Dann entfallen die Gebühren für die Berufsgenossenschaft, weil das Unternehmen mit seinen großen Flächen anders bewertet wird. Außerdem erhält der Eigentümer ein „Rundum-sorglos-Paket", wie es Philipzig ausdrückt. Er und seine Kollegen kümmern sich unter anderem um die Pflege des Waldes, bekämpfen Schädlinge und Pilze. Auch die Verkehrssicherungspflicht obliegt dann dem Pächter. „Die Waldwege werden ebenfalls von uns in Schuss gehalten. Denn ein gepflegter, strukturierter Wald ist wertvoller", ist der 29-Jährige fest überzeugt. Der Pachtpreis richtet sich nach mehreren Faktoren und reicht von einem bis zu rund 300 Euro pro Hektar und Jahr. Wichtig dabei ist der Baumbestand mit Art, Alter und Qualität. Hinzu kommen die Lage der Parzelle und Befahrbarkeit. Wege-, Erschließungs- und notwendige Pflanzkosten müssen in den Pachtpreis einberechnet werden. Natürlich sind auch sämtliche Kosten des Unternehmens im Pachtpreis enthalten. Das sind unter anderem Einschlags-, Rücke- und Transportkosten. Danach richtet sich auch der Gewinn des Unternehmens. „Wir schließen gerne relativ kurze Pachtverträge über fünf Jahre ab",
erklärt der Mitarbeiter eines Unternehmens, das 2000 Privatkunden und bereits 1500 Hektar Wald nach dem beschriebenen Modell betreut. Das Forstamt sei bei diesem Modell jedoch nicht außen vor. Denn die staatlichen Förster müssten auch weiterhin die Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung überprüfen.

Datum:      20130911

7149771, RP, 11.09.2013, Words: 456, NO: 20130911014750000034163862

© GBI-Genios Deutsche Wirtschaftsdatenbank GmbH

14. August 2013

Optimierungssystem Fa. Moto-E-Motion

Nun setzt die Fa. Schmitz-Forstservice in allen Maschinen das Optimierungssystem der Fa. moto-e-motion ein.
Dadurch verringern wir den Kraftstoffverbrauch um mindestens 10% und erhöhen die Maschinenleistung deutlich.

Der größte Effekt ergibt sich aber aus der Optimierung der Kraftstoff-Verbrennung.
Dadurch wird der Schadstoffausstoß auf ein Minimum reduziert und wir schonen so unsere Umwelt.

Weil wir so begeistert sind von dieser Technologie, können Sie diese über uns beziehen.
Weitere Informationen erhalten Sie unter

www.moto-e-motion.de.


11. August 2013

Kundenmeinung Andreas Müller / Lieg

Förster: Alexander Schöneberg
Meinung:
Die Abwicklung / Holzerntemaßnahme in meinem Privat Wald ist reibungslos
und sauber nach meinen Vorstellungen vollzogen worden.
Preise und Arbeit waren OK.
Kann die Fa. Schmitz somit weiterempfehlen.

11. Juli 2013

Skoda taucht ein!

Video ansehen »


30. April 2013

Der Robin Hood der Eifel

Bericht aus der National- graphic Deutschland

www.nationalgeographic.de


22. Februar 2013

Formal zulässige Holzernte

Ein Artikel aus den Aachener Nachrichten.

www.aachener-nachrichten.de

7. Februar 2013

Starke Zahlen, große Sorgen ...

Große Sorgen ... sind unnötig. Die Firma Schmitz-Holz stellt die professionelle und kompetente Bewirtschaftung des Privatwaldes überregional und nachhaltig sicher.

Zum Artikel des Trierischen Volksfreunds »

31. Januar 2013

Klar Schiff im Privatwald

Ruckel, ruckel, das Allrad-Auto von Uli Osterheld hat ganz schön zu kämpfen. Die Wege sind schmal und verdienen einen Preis als beste Buckelpiste des Jahres. „Dabei haben wir hier die Wege schon ausgebaut“, erklärt der diplomierte Forstingenieur. Das sei eben schon etwas anderes als die gut angelegten Wege im Staats- und Kommunalwald.

Am "Hühnerberg" im Wald oberhalb von Ramberg machen wir an einem großem Platz, auf dem sich bereits Holzstämme in die Höhe stapeln, Stopp. Ab hier geht’s nur noch zu Fuß weiter. In der Ferne vernehme ich ein Geräusch wie Straßenlärm. Genau da wollen wir hin. Eine Viertelstunde stolpern wir am verschneiten und laubbedeckten Hang nach oben. Dicke Winterstiefel – gute Idee, maximal drei Millimeter Profil – schlechte Idee, merke ich. Rutschigkeit kennt keine Grenzen, Rutschigkeit kennt kein Pardon. Bis wir unser Ziel erreicht haben, lande ich etwa 20 Mal wahlweise auf Nase oder Hosenboden. Osterheld und sein fünf Mann starkes Team haben solche Probleme nicht. Sie bewegen sich im Wald, als ob es ihr Wohnzimmer wäre.

Dann tauchen sie auf, die großen Maschinen im idyllischen puderzuckerweißen Winterwald. Der tonnenschwere Vollernter wirkt ein bisschen wie die Action-Figuren aus dem Film „Transformers“. Der Greifarm des Gefährts schnappt sich einen Baum, sägt den Stamm durch, dieser kracht zu Boden und wirbelt eine riesige Wolke aus Schneeflöckchen und Sägespänen auf. Rumdrehen, Augen zu. Ritsch-ratsch, vor und zurück durch den Greifer, wird der Kiefernstamm entastet und in 2,5 Meter lange Stücke zerteilt. Dann lädt das Transportfahrzeug sie auf und bringt sie zu dem Platz, von dem wir kamen.

Das ist das tägliche Geschäft von Osterheld und seiner Truppe. Im Privatwald bei Ramberg und Dernbach machen sie derzeit klar Schiff. Heißt, alle schlechten Bäume kommen weg, damit die guten mehr Platz und Nährstoffe haben, um sich besser zu entwickeln, und in Zukunft mehr Holz abwerfen. Etwa 50 Hektar von 40 unterschiedlichen Privatbesitzern bearbeitet die Firma Schmitz-Holz aus Ormont gerade – ein Großprojekt, wie es der Förster bisher noch nicht erlebt ORTSTERMIN: An den Hängen über Ramberg und Dernbach liegen etwa 200 Hektar Privatwald. Sie gehören gut 800Menschen und die haben überwiegend lange nichts mehr im Wald gemacht. Das tut seit zwei Wochen eine Holz-Firma aus der Eifel für sie. Vom größten privaten Durchforstungsprojekt in der Pfalz spricht Förster Uli Osterheld, der für die Firma arbeitet.

Bis zum Frühling wird das Team noch beschäftigt sein, dann erst wieder ab Herbst. Im Winter lasse sich besser arbeiten, so Osterheld, der die Zweigstelle Wasgau der Holz-Firma am Lindelbrunn betreibt.

So eine private Durchforstung bedeutet für ihn in erster Linie Verwaltungsaufwand. Drei Jahre liefen die Planungen und dauern an. Alle Besitzer, die er über das Liegenschaftsbuch und durch Nachfragen im Ort ausfindig machen konnte, schrieb er an und versuchte sie von dem Projekt zu überzeugen. Denn diese haben meist gar keine Waldwirtschaft betrieben. Den Anstoß gab vor vier Jahren das Forstamt Haardt, das den zerstückelten Bereich zwar offiziell betreut, aber für solche großen Einsätze im Privatwald nicht genug Personal hat. Nicht selten stößt er bei seinem Anliegen auf Skepsis, Raubbau am Wald befürchten die Leute oder sagen, dass sie lieber alles selbst machen wollen. „Und dann komme ich Jahre später wieder und der umgefallene Baum liegt immer noch da, verfault und ungenutzt“, kommentiert Osterheld.

Die Durchforstung ziele auf eine nachhaltige Nutzung des Forsts, sagt Osterheld. Hier, wo seit bestimmt 80 Jahren nichts mehr gemacht worden sei, kämen gut ein Viertel bis Drittel der 300 bis 400 Kubikmeter Holz pro Hektar unter die Säge. Mit dem Vollernter braucht das Team dafür einen halben bis einen Tag, per Hand mit Motorsäge in schwierigem Gelände eine Woche. Sechs bis acht Kubikmeter wachsen pro Jahr und Hektar nach, heißt in zehn Jahren kann wieder neu geerntet werden. Wie mache ich den Wald auf lange Zeit profitabel, darum geht es.

Kosten tue es die Waldbesitzer im Endeffekt nichts, rechnet Osterheld vor. Das geschlagene Holz werde verkauft, davon die Firma bezahlt und der Reinerlös landet beim Privatmann. Etwa 1000 bis 2500 Euro pro Hektar. Je mehr er hier arbeite, desto mehr Privatleute entschieden sich mitzumachen. Etwa ein neuer pro Tag, so Osterheld. Auch wenn einer der Privatleute sein Grundstück verkaufen will, kommt Osterheld zum Einsatz und vermittelt es an andere Kunden. „Damit betreiben wir auch Flurbereinigung.“

Im Moment macht ihm aber die Erschließung des Geländes die größten Probleme. Dort, wo ein Lkw das Holz abtransportieren soll, sind die Wege in dem Zustand, als noch Pferd und Kuh darauf trampelten. Deswegen schiebt sich seit zwei Wochen eine Raupe durch den Wald, verbreitert Wege beziehungsweise legt sie neu an. Die Pisten seien zu etwa 70 Prozent aber Gemeindewege, so Osterheld. Doch diese habe hier nichts gemacht. So müsse der Besitzer letztlich dreimal für die Erschließung bezahlen. Über Jagdpacht, Wegebeiträge und nun über ihn. Drei Euro pro Kubikmeter Holz behält er dafür vom Holzerlös ein. „Hier am Hühnerberg werden wir 5000 bis 8000 Euro für die Wege brauchen.“

Und auf eben diesen geht es – ruckel, ruckel – nun wieder zurück. Osterheld und seine Mannen bleiben noch eine Weile.

Quelle: DIE RHEINPFALZ Nr. 287

 

29. Januar 2013

Paul Panzer ist Forstwirt

Paul Panzer ist Forstwirt: Sein Auftrag: In der Eifel soll der knallharte Paul als Forstwirt Bäume fällen. Keine leichte Aufgabe. Schon beim ersten Baum hakt die Sache. Die Axt will nicht so wie Paul. Aber für den Jobexperten gibt es keine Probleme. Zum Schluss darf er die sogenannte Harvester-Maschine fahren, die einen Baumstamm gleichzeitig von Ästen befreit und den Stamm in Stücke schneidet. Ein echter Männertraum.

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21. Dezember 2012

Wurmtal - Planung für das Jahr 2013

Für die Waldflächen im Wurmtal bei Würselen planen wir in der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2013 die vom Naturschutz gewünschte weitere Entfichtung über Kahlschläge in verschiedenen Bereichen. Fichte ist aus der Sicht des Naturschutzes eine unerwünschte Baumart im Wurmtal und wird als nicht bodenständiges Gehölz angesehen. Selbstverständlich werden bei der kommenden Einschlagsmaßnahme die Vorgaben des vorliegenden Landschaftsplanes berücksichtigt und die gesetzlichen Vorgaben eingehalten.

27. November 2012

Einschlagsmaßnahmen im Wurmtal Nähe Würselen

Kürzlich wurde von uns eine Einschlagsmaßnahme in verschiedenen Waldstücken und im Auftrag unterschiedlicher Waldbesitzer im Wurmtal bei Würselen durchgeführt. Sämtliche von uns durchforsteten Waldstücke liegen in einem Naturschutzgebiet, manche sogar in einem FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat).

Das Wurmtal ist von Erholungssuchenden stark frequentiert. Es liegt inmitten eines dicht besiedelten Gebietes. Aus diesem Grund ist die Aufregung wegen der Arbeiten in diesem Bereich sehr groß, zumal die Waldstücke in den letzten Jahren und Jahrzehnten kaum bewirtschaftet wurden. Viele Anlieger und Waldbesucher können nicht verstehen, dass in einem Naturschutzgebiet oder einem FFH-Gebiet Bäume gefällt werden dürfen und fühlen sich zusätzlich in Ihrer Erholung gestört.

Die dadurch hoch gekochten Emotionen haben zu ebensolchen negativ gefärbten, leider sehr schlecht recherchierten Presseberichten geführt.

Entgegen der landläufigen Meinung schließt die Ausweisung eines Naturschutz- oder FFH-Gebietes die Möglichkeit einer Bewirtschaftung nicht aus. Diese wirtschaftliche Funktion ist neben der Erholungsfunktion und der Funktion des Waldes als Lebensraum verschiedenster Pflanzen und Tiere ebenso selbstverständlich. Wirtschaftliche Interessen spielen also bei einer solchen Durchforstung natürlich eine Rolle. Diese stehen oft im Gegensatz zu den Interessen des Naturschutzes oder der Erholungssuchenden, die viele Wälder am liebsten ganz aus der Nutzung und damit aus dem Wirtschaftskreislauf herausnehmen würden. Die Forstwirtschaft ist dennoch einer der wichtigsten Wirtschaftsbereiche in Deutschland, wie verschiedene Studien belegen. Viele Arbeitsplätze hängen von einer funktionierenden Waldwirtschaft ab.

Die Anlage der Bestandeserschließungen, die Durchforstungen und die Entfernung der vom Käfer befallenen Bäume im Wurmtal waren ganz normale Maßnahmen, wie Sie täglich in den meisten Wäldern Deutschlands durchgeführt werden. Wir haben uns bei dieser Maßnahme an sämtliche Vorgaben des Forstrechts, des Naturschutzes, der FFH-Richtlinie und des eigens für dieses Gebiet ausgearbeiteten Landschaftsplanes gehalten.

Verschiedene Bereiche des Wurmtals sind mit Fichte bestockt. Leider war in einigen dieser Bereiche ein starker Befall mit Borkenkäfern festzustellen. Um dem Borkenkäfer die Brutmöglichkeiten zu entziehen und um das Holz zu nutzen, bevor es vollkommen wertlos ist, wurden die Fichten in diesen Bereichen vollständig entfernt. Bei einem solch flächigen Borkenkäferbefall bleibt leider keine andere Möglichkeit mehr. Hier sind die Fehler in der Vergangenheit gemacht worden. Beim ersten Anzeichen von Borkenkäferbefall hätte von den früheren Waldbesitzern unmittelbar reagiert werden müssen. Gesunde Bestände wurden erhalten. Übrigens ist für die Naturschutzfraktion im Wurmtal eine vollständige Entfernung der Fichte als "nicht heimisches Gehölz" sogar erwünscht.

In den Bereichen, die mit Laubholz bestockt sind, wurden zunächst Bestandeserschließungen durchgeführt. Zusätzlich wurden zumeist die unterständigen Bäume und manchmal starke Bedränger entnommen. Aus forstlicher Sicht ist eine solche Maßnahme zur Erhaltung der Bestandesdynamik sinnvoll und auch notwendig. Durch die jeweilige Durchforstung  wird der Lichteinfall am Boden verstärkt, der es den jungen Sprösslingen und bereits mehrjährigen Pflanzen ermöglicht, in ihr vorgesehenes Wachstum einzutreten. In einigen Jahren wird von dem jetzigen Eingriff nichts mehr zu sehen sein und der Wald wird im Laufe der Zeit eine differenzierte Altersstruktur erreichen, welche Ziel einer Naturgemäßen Waldwirtschaft ist. Gerade die Maßnahme im "Further-Wald", welcher FFH-Gebiet ist, wurde mit dem Umweltamt der Stadt Aachen vor Ort besprochen und abgestimmt. So haben wir z.B. die Wurzelstöcke der Bäume in einer Höhe zwischen 50 cm und einem Meter abgeschnitten. Diese Stöcke bilden so in den nächsten Jahren die Lebensgrundlage für die Vermehrung des dort vorkommenden Hirschkäfers.

Der Eindruck einer starken Veränderung des Waldbildes durch die Maßnahme entsteht vor allem dadurch, weil gleichzeitig mit dem Einschlag auch das Laub von den Bäumen gefallen ist. Laubwald sieht im Winter immer "kahl" aus.

Die Städte Würselen und Herzogenrath haben gem. §24 BauGB eine Vorkaufsrechtsverzichtserklärung ausgesprochen. Dem Nordkreis Aachen als Träger der Landschaftsplanung steht nach §36 LG NRW im Geltungsbereich eines Landschaftsplans für die Umsetzung der im Landschaftsplan nach §§ 20,22,23 sowie 26 getroffenen Festsetzungen ein Vorkaufsrecht beim Kauf von Grundstücken zu. Dieses wurde ebenfalls nicht ausgeübt. Durch den Kauf der Flächen durch die öffentliche Verwaltung hätten die Flächen aus der Bewirtschaftung genommen werden können.

Bitte zögern Sie nicht, uns bei Fragen oder Anmerkungen direkt zu kontaktieren. Wir stehen jederzeit für eine Aufklärung Ihrer Anliegen zu Ihrer Verfügung.

15. Oktober 2012

Jäger sollen Strategie ändern

Das neue Landesjagdgesetz verpflichtet Jäger und Jagdgenossenschaften, alljährlich eine Waldbegehung durchzuführen, um anhand der festgestellten Verbissschäden die örtlichen Abschussquoten für das nächste Jahr festzulegen. Bislang wurden diese vom Kreis vorgegeben. In Erlenbach fand am Samstag die erste Veranstaltung dieser Art statt mit jeder Menge Diskussionsbedarf ...

Uli Osterheld aus Vorderweidenthal, der als Vertreter seines Arbeitgebers, der eine größere Waldfläche in Erlenbach besitzt, auch Mitglied der örtlichen Jagdgenossenschaft ist, hatte die Begehung vorbereitet. Ziel war ein von ihm vor drei Jahren eingerichtetes etwa 100 Quadratmeter großes Weisergatter in der Gewanne Alter Unger. In diesem eingezäunten Areal entwickelt sich die Pflanzenwelt des Waldes ohne Verbiss durch Rehe und sonstiges Wild.


Der Vergleich mit den daneben wachsenden Pflanzen überraschte: Außerhalb des Gatters dominiert die Brennessel, unter der sich junge Buchen und Fichten entwickeln. Der umzäunte Bereich ist dagegen von fast mannshohen Him- und Brombeerhecken gekennzeichnet. Der Bestand der unter diesem Dach wachsenden Jungbäume ist viel dichter und artenreicher, führte Osterheld aus. Einige Triebe von Salweide, Faulbaum oder Kirsche haben bereits das Dornendach durchstoßen. Mit zunehmender Größe der Bäume und den sich dann ändernden Lichtverhältnisse werden die derzeit dominierenden Hecken zurückgedrängt.


Osterheld wie auch die beiden anwesenden Förster Richard Engel (Gemeindewald) und Johannes Herzog (Privatwald) hatten für die unterschiedliche Vegetation bei gleichen Standortbedingungen eine klare Antwort: Das Wild, insbesondere das Rehwild, ist hier der entscheidende Faktor. „Es gibt Pflanzen, die Rehe lieber fressen und welche, die sie eher verschmähen“, führte Herzog aus. Und der Himbeertrieb gehört dabei offensichtlich zu den Lieblingsspeisen, ebenso wie Kirsche oder Salweide. „Die werden es außerhalb des Zauns nicht schaffen“, so Osterheld. Vergleichsweise unproblematisch sei dagegen die Buche. Die gehört nicht unbedingt zu den bevorzugten Pflanzen der Rehe – insbesondere dann nicht, wenn sich die jungen Pflänzchen aus der Naturverjüngung entwickeln und nicht aus Baumschulen kommen. Durch den dort verwendeten Dünger werden die Jungpflanzen nämlich attraktiver für das Wild, führten die Forstleute aus.


Für die Artenvielfalt des Waldes und zur Wertsteigerung des Holzes im Wald hielten alle drei eine Erhöhung der Abschussquote im Erlenbacher Jagdbezirk für sinnvoll. Immerhin betrage der forstwirtschaftliche Schaden durch Wildverbiss etwa 30 bis 50 Euro pro Hektar und Jahr, führte Osterheld aus. Angesichts des Wachstums der Bäume über einen Zeitraum von 100 Jahren und mehr ergebe sich hieraus eine beachtliche Summe.


Doch die bei der Waldbegehung anwesenden Jäger hielten nur wenig von einer Anhebung der Abschussquote, bei deren Nichterfüllung dem Jagdpächter nun laut dem neuen Gesetz eine Strafe droht. „Es gibt doch kaum noch Rehe hier“, betonten sie und verwiesen dabei auf die im letzten Jahr durchgeführte Hubertusjagd, bei dem der gesamte Erlenbacher Jagdbezirk, eine Fläche von 630 Hektar, bejagt worden sei. Dabei habe die versammelte Jägerschaft insgesamt nur fünf Rehe gesehen. Zur Strecke bringen konnte man lediglich ein einziges Kitz.


Doch dieses Argument ließen die Forstleute nicht gelten: Im Vergleich zu den Nachbarjagdbezirken habe Erlenbach mit 1,6 Stück Rehwild pro 100 Hektar ohnehin die niedrigste Abschussquote in der Gegend. In Niederschlettenbach liege dieser Wert bei 3,5, in Bundenthal bei 2,9 und in Busenberg bei 2,8, führte Richard Engel aus. Und Erfweiler habe gerade eine Erhöhung der Abschüsse nachbeantragt.


Sie empfahlen den Jägern vielmehr eine Änderung der Jagdstrategie. Angesichts der geänderten Waldbewirtschaftung, dievor allem auf Naturverjüngung setzt, entstehen innerhalb der Bestände viele vergleichsweise kleine Flächen, auf denen das Rehwild durch nachwachsende Pflanzen ein üppiges Nahrungsangebot findet. Denen sollten die Waidmänner besondere Aufmerksamkeit widmen. „Die großen Äsungsflächen, an denen heute die Jagdkanzeln stehen, sind nicht mehr interessant“, so Herzog.

Ob die Abschussquote in Erlenbach erhöht wird, darüber entscheidet die Versammlung der Jagdgenossen in ihrer nächsten Sitzung. Der Termin steht noch nicht fest. (hll)

Quelle: Die Rheinpfalz - NR. 218 / Foto: Keller

19. September 2012

SR-Servicemagazin: Raubbau im Privatwald?

Das SR-Servicemagazin "bonus" berichtete in seiner Sendung vom 27.03.2012 über das Thema "Raubbau im Privatwald?". 40.000 Privatwaldbesitzer gibt es im Saarland. Viele verhalten sich vorbildlich, einige aber nicht. Dies hat eine Zuschauerin aus Bosen berichtet. Annette Bak ist der Sache für "bonus" nachgegangen.


Zum Fernsehbeitrag gelangen Sie hier »

 

Übrigens: der im Beitrag gezeigte Durchforstungsbestand ("Es geht auch anders...!") wurde von Schmitz-Holz bearbeitet.

 

19. Juni 2012

Paul Panzer zu Gast bei Schmitz-Holz in Ormont

Am 19.06.2012 durften wir das Endemol-Fernsehproduktionsteam von und mit Paul Panzer zu Dreharbeiten in unserem Betrieb begrüßen. Der Dreh hat uns allen sehr viel Freude bereitet, da sich gezeigt hat, daß Herr Panzer auch privat ein ausgesprochen netter Mensch ist. Sogar in den Drehpausen hat er immer einen lockeren Spruch auf den Lippen, der alle zum Lachen bringt.

Wir danken dem Drehteam für die sehr angenehme Zusammenarbeit und freuen uns auf die Ausstrahlung der Aufzeichnung im Laufe des Jahres 2012, bei der wir selbstverständlich im Studio live dabei sind. Danke auch an Fernsehkoch und Revierleiter Hubert Rick für das hervorragende 3-Gänge-Grill-Menü zum Abschluß des Tages.

Die Aufzeichnung der Show „Stars bei der Arbeit“ mit unserem Beitrag erfolgte am 14.11.2012 im Alten Kesselhaus in Düsseldorf. Ausgestrahlt werden die einzelnen Folgen ab dem 12.01.2013 bei RTL um 21:15 Uhr jeden Samstag Abend.

 

Foto: Paul Panzer mit Mike Bruins

 

8. August 2011

Erneuerung des Fuhrparks

Der Haupt-Transporteur der Firma Schmitz-Holz hat zur Fuhrparkerneuerung drei neue MAN LKW's gekauft, von denen zwei mit neuen Kesla Holzladekränen ausgestattet wurden.

Nach einer kurzen Aufbau- und Testphase sind die neuen und leistungsstarken Fahrzeuge in Betrieb.

 

25. November 2010

Erweiterung der Einschlagskapazität

Am Donnerstag, 25.11.2010 wurde die Einschlagskapazität der Fa. Schmitz-Holz um einen weiteren Harvester zur Pflege und Durchforstung von Waldbeständen erhöht. Ein Rottne H20 mit einem maximalen Fälldurchmesser von 70 cm verstärkt nun den Maschinenpark der Fa. Schmitz-Holz. Die Maschine ist für den Einsatz in mittelstarkem bis starkem Holz konzipiert und wird von unserem windwurferpropten Mitarbeiter Christian Walber bedient.

 

Weitere Informationen zu diesem Rottne-Harvester finden Sie hier »

Das Video einer im Einsatz befindlichen Maschine ist hier verlinkt »

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